EDU-Nationalrat zeigt «Fischli-Fresser» an

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Autokleber verletzt religiöse Gefühle.
Der Autoaufkleber mit der Aufschrift «I eat christians» verletze die Gefühle religiöser Menschen, sagt Christian Waber, Berner EDU-Nationalrat. Deshalb hat er nun bei der bernischen Polizei eine Strafanzeige eingereicht, um der «schweigenden Mehrheit» der Christen auch einmal Gehör zu verschaffen.

„Wir sind eine christliche Famlie und fühlen uns mit dieser Aufschrift «I eat christians» provoziert. Leider nimmt niemand daran Anstoss“, schrieb ein Leser an Livenet.ch. „Wenn auf dem Aufkleber "I eat Moslems oder Juden" stehen würde, dann wäre sofort jemand zur Stelle der einschreiten würde. Da es aber „nur“ Christen betrifft scheint das allen egal. Mein Ärger,“ so in der Zuschrift weiter, „wendet sich nicht in erster Linie gegen solche Aufkleber, sondern eher gegen die Tatenlosigkeit der Christen, wie sie gegen solche Provokationen reagieren. Wir haben ein Foto dem Chefredaktor des Berner Oberländers gesendet. Dort bekamen wir nur eine harsche Antwort. Auch der Polizei haben wir das Bild gesendet. Da ging leider auch gar nichts.“

Verletzung religiöser Gefühle

Jetzt hat sich Christian Waber, Berner EDU-Nationalrat, der Sache angenommen. Alle Welt sei im Aufruhr wegen Karikaturen, die Mohammed darstellen, meint Waber. Dass häufig auch christliche Werte ins Lächerliche gezogen werden, scheine aber kaum jemanden zu stören. Deshalb habe er Anzeige erstattet, als er den Hinweis erhielt, dass am Heck eines im Kanton Bern zugelassenen Fahrzeugs so eine Aufschrift befestigt sei.

Er fühle sich durch die Aussage beschimpft, bedroht und in seiner Glaubensfreiheit verspottet. Mit dieser Anzeige werde das Recht auf religiösen Frieden, das im Schweizer Strafgesetzbuch verankert ist, verletzt. Auf seine Anzeige hat Waber bereits viele Echos erhalten. Diese seien zu einem grossen Teil positiv ausgefallen.

Gemäss einer Meldung der Gratiszeitung «20 Minuten» habe der Autobesitzer, gegen den sich Wabers Anzeige richtet, niemanden verärgern wollen. Der Aufkleber sei vielmehr «ein Jux» gewesen.

Quelle: idea schweiz/Livenet/20 Minuten

Datum: 23.02.2006