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Hilfe für New Yorks Kinder
Über 40‘000 Kinder erreicht sein Werk «Metro Ministries» heute in vielen Teilen der Welt. Jetzt besuchte Bill Wilson wieder die Schweiz. An zwölf Vortragsanlässen berichtete er von seiner Arbeit und gab Denkanstösse.«Hallelujah! Gebt dem Herrn einen Applaus! Es ist grossartig, wieder hier zu sein!» Bill Wilson ruft es mit heiserer und dennoch kraftvoller Stimme den begeisterten, hauptsächlich jungen Gottesdienstbesuchern in der vollbesetzten Halle im ICF Zürich entgegen. Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Viele kennen die Geschichte von Bill Wilson. Durch sein Buch «Verlorene Kinder», in dem er seine Lebensgeschichte und die Entstehung seines Werkes «Metro Ministries» beschreibt, und durch seine Vorträge in der Vergangenheit wurde er in der Schweiz bekannt.
Neue Hoffnung
Bill Wilson lebt im New Yorker Stadtteil Brooklyn, wo er 1980 «Metro Ministries» gründete und bis heute leitet. Mit seinem Werk kümmert er sich vor allem um Kinder und Jugendliche, die in den Problem- und Armutsvierteln von Grossstädten aufwachsen. «Metro Ministries» erreicht mit seinen 200 Mitarbeitern und 250 Freiwilligen jede Woche 20‘000 Kinder in den Stadtbezirken von New York. Den Kindern, die vorwiegend aus sozial schwierigen Verhältnissen stammen, soll auf altersgerechte und zeitgemässe Art der christliche Glaube und somit eine neue Hoffnung für ihr Leben vermittelt werden. Auch nach 30 Jahren fährt Bill Wilson eigenhändig einen der Schulbusse in Brooklyn, mit denen die Kinder zu den Sonntagsschulgottesdiensten gefahren werden.Bald auch in Afghanistan
«Metro Ministries» ist mittlerweile zu einem internationalen Werk angewachsen und betreibt Sonntagsschulen in vielen Teilen der Welt, wodurch über 40‘000 Kinder erreicht werden. So hat Bill Wilson beispielsweise erst im Februar eine Sonntagsschule in der indischen Millionenstadt Mumbai gegründet, die bereits am ersten Tag von 2000 Kindern besucht wurde. Und als Zeichen dafür, dass er sich nicht auf seinen Erfolgen ausruhen will, blickt er bereits auf sein nächstes Projekt: «Jetzt warte ich auf einen Anruf aus Afghanistan. Wenn der Anruf kommt, dann werde ich eine Sonntagsschule in Afghanistan gründen.»«Transformation Station»
Die Schweizer Zweigstelle von Bill Wilsons Werk stellte im Rahmen der Veranstaltungen ihr neues Arbeitsmaterial für Sonntagsschulen mit dem Titel «Transformation Station» vor. Entwickelt wurde es für die Kinderprogramme der Strassen-Sonntagsschule in den Ghettos von New York. Es wird mittlerweile seit über 30 Jahren weltweit eingesetzt. Aufgrund der grossen Nachfrage ist es nun auch in deutscher Sprache erhältlich. Es ist konzipiert für Kirchen oder Gemeinden mit Kinder- und Jugendarbeit, Jungschargruppen und evangelistische Angebote.Viele Kinder-Patenschaften
Daniel Linder, Mediensprecher des ICF Zürich, zieht ein positives Fazit der fünf Vorträge, die Bill Wilson im ICF Zürich gehalten hatte. Es sei eine grosse Ehre und Freude gewesen, Bill Wilson wieder als Gast begrüssen zu dürfen. An einem Wochenende haben laut Linder über 2500 Personen die Veranstaltungen besucht. Es wurden Dutzende von Kinder-Patenschaften abgeschlossen und eine Kollekte für Bill Wilsons Mission eingenommen, die drei Mal höher war als an einem durchschnittlichen Wochenende.Bill Wilsons Geschichte
Schmerzvolle Erfahrungen im Kindesalter prägten Bill Wilson für seine spätere Tätigkeit. Er wuchs in einem zerrütteten Elternhaus auf. Seine Eltern liessen sich scheiden, und seine Mutter griff immer häufiger zum Alkohol, um ihre Schmerzen zu betäuben. Sie arbeitete in einer Bar und brachte fast jeden Abend einen anderen Mann mit nach Hause. Jede Nacht schlief der kleine Bill mit Flüchen, Streitereien und dem Lärm von Zechgelagen ein. Eines Tages, im Alter von zwölf Jahren, liess ihn seine Mutter an einer Strassenecke allein zurück und gebot ihm, dort auf sie zu warten. Er wartete drei Tage vergeblich auf ihre Rückkehr. Schliesslich entdeckte ihn ein Diakon aus der Nachbarschaft, brachte ihm etwas zu essen und lud ihn zu einem christlichen Jugendcamp ein. Hier hörte Bill Wilson das erste Mal von Jesus Christus. In der Gemeinde fand er die Liebe und Unterstützung, die er bei seinen Eltern vergeblich gesucht hatte. Er bekam schliesslich die Möglichkeit, eine Bibelschule zu besuchen. Heute ist er Leiter der grössten Sonntagsschule der Welt.Webseite: www.metroministries.ch
Autor: Andreas Doerge
Datum:
29.03.2010
Quelle: ideaSpektrum Schweiz
Quelle: ideaSpektrum Schweiz


