Gottes Liebe ist grösser als Sucht

Frei durch die Begegnung mit Jesus

Für die Behörden war Gordana Möckli aus Basel ein hoffnungsloser Fall. Kein Drogenentzug half, nicht mal im Gefängnis schafft sie es clean zu werden. Doch dann begegnet die Abhängige einem Streetworker, der für sie betet. Und das verändert ihr ganzes Leben...

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Gordana Möckli
Als Kind lebte ich bei meiner Grossmutter in Bosnien. Sie war eine praktizierende Hexe und auch ich war hellsichtig. Erst mit neun Jahren zog ich zu meinen Eltern in die Schweiz. Doch mein Vater war Alkoholiker und meine Eltern stritten viel. Ich hatte mich so gefreut, endlich bei ihnen zu sein, aber es war sehr schwer.

Schritte in die Abhängigkeit

Als ich älter wurde, flüchtete ich mich in Beziehungen und experimentierte mit Drogen. Nach meiner ersten Line Koks wunderte ich mich, warum nicht jeder Drogen nimmt. Ich wurde schwer abhängig von allen möglichen Rauschmitteln. Ich war so süchtig, dass es keine Stelle an meinem Körper gab, an der ich keine Einstiche hatte. Manchmal legte ich mich die halbe Nacht in eine warme Badewanne, um neue Venen zu finden oder bezahlte Leute, mich in den Rücken zu spritzen.

Um die Sucht zu finanzieren, arbeitete ich als Domina und dealte mit Drogen. Immer wieder machte ich einen Entzug, aber ich schaffte es nie loszukommen. Und dann wurde ich mit zig Kilo Kokain erwischt und musste ins Gefängnis. Ich wog nur noch 48 Kilo und war körperlich kaputt, aber auch im Knast blieb ich auf Drogen. Nach sechs Jahren kam ich frei und landete sofort wieder auf der Strasse. Ich war nun 35 Jahre alt.

Hoffnungsschimmer

Damals lernte ich einen Streetworker kennen, der Christ war. Von ihm ging eine Kraft und Liebe aus, er war für uns Frauen wie ein Vater und begegnete uns auf einer Herzensebene. Wir spürten, dass er uns helfen will, aber begriffen nicht, warum. Wir waren doch hoffnungslose Fälle, so verloren und kaputt. Einmal fragte er, ob er für mich beten darf. Dann legte er seine Hand auf mich und sprach mit Gott. Während er betete, erfüllte mich eine Kraft, die das verletzte Mädchen in mir erreichte und ich musste sehr weinen. Er sagte, es gibt einen Weg raus aus den Drogen und besorgte mir einen Platz in einer christlichen Drogenhilfe.

Anfangs wollte ich mit dem Glauben nichts zu tun haben, aber mit der Zeit fing ich an, mich für die Bibel zu interessieren. Einmal las ich heimlich Psalm 23 und was dort stand, berührte mich so. Dass der Herr mein Hirte ist, der mich führt, ein unglaublicher Traum...

Eines Nachts hatte ich einen merkwürdigen Traum: Um mich herum waren wunderschöne Mädchen. Ich trug eine schäbige Jacke und dachte, so schön wie die werde ich nie sein. Dann kam ein Mann, der aus sich heraus strahlte wie Silber und Gold zugleich. Ich wollte unbedingt zu ihm, aber wusste, ich habe keine Chance. Doch er kam direkt auf mich zu, umarmte mich und sagte: Du bist auserwählt. Dann flüsterte er mir zu: Hoheslied, Kapitel 2, Vers 2.

Als ich aufwachte, rannte ich zu meiner Bibel und blätterte wie wild darin, ob es ein Kapitel namens Hoheslied gibt. Und tatsächlich, in Kapitel 2, Vers 2 stand: «Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter allen anderen Mädchen.» Bei diesen Worten brach ich weinend zusammen. Diese Stelle beschrieb meinen Traum! Mit einem Mal wusste ich ganz klar: Es gibt Gott und Jesus ruft mich. Gleichzeitig konnte ich nicht glauben, dass er mich wirklich auserwählt, ich war doch so sündig und kaputt. Damals sagte ich zu Jesus: «Also, dich gibt es wirklich. Gut, dann probiere ich noch einmal einen Entzug. Aber wenn es dieses Mal nicht klappt, bringe ich mich um.»

An der Hand von Jesus

Zwei Jahre lang war ich in der christlichen Therapie und der Weg in ein normales Leben war ein grosser Kampf. Der Entzug war schwer, ich war durch und durch vergiftet. Tagelang lag ich im Bett, viele beteten für mich und lasen mir aus der Bibel vor, aber das zu hören, tat richtig weh. Nachts träumte ich von Dämonen, die riefen: «Komm wieder zu uns!» Irgendwann wurde mir klar, dass ich eine Entscheidung treffen muss. Während ich mein Leben Jesus gab, plagten mich die finsteren Mächte, die mich mein Leben lang gebunden hatten, sie rissen mich hin und her. Aber kaum sprach ich laut aus, dass ich zu Jesus gehören will, liessen sie mich los und ich wurde frei.

Danach durfte ich erfahren, dass Gott mich begleitet und führt. Auch wenn es immer wieder schwer war, entschied ich mich, allein auf Gott zu vertrauen. Und so kam ich immer näher zu Gott und ging Schritt für Schritt an seiner Hand den Weg in die Freiheit.

Heute bin ich dankbar, ein normales Leben führen zu können, aber noch besser ist es, dass ich Jesus kennenlernen durfte. Auch jetzt gehe ich manchmal durch schwere Zeiten, aber ich weiss, dass Gott mich nicht loslässt. Denn er ist treu. Und wer zu ihm gehören will, den lässt er nicht fallen.

Zum Thema:
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Datum: 22.08.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / wunderheute.tv

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