Missionar in Japan

„Der Vater im Himmel redete zu mir“

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Es kam nicht nur einmal vor, dass Martin mit unsäglichen Schmerzen unter der Dusche stand. Hinter ihm lag eine Zeit, in der für ihn alles zusammenbrach: Er konnte seinen Beruf in Japan nicht mehr ausüben, weil er einen derart heftigen Bandscheibenschaden hatte, dass an Schlaf kaum noch zu denken war. Es kam auch vor, dass er unter der Dusche einfach nur noch verzweifelt weinte.

Eines Tages, als er fiebernd im Bett lag, hatte er Gedanken, von denen er wusste, dass sie von Gott kamen. Sie waren eine Antwort auf seine Verzweiflung: „Gott flüsterte mir etwas zu", berichtet Martin: „Mein Kind, ich hab dich lieb, einfach so, auch wenn du jetzt gar nichts für mich schaffen kannst. Jetzt bist du einfach du, einfach da bei mir. Du bist unendlich wertvoll."

Echte Wende

Für Martin Heisswolf waren dieses Worte Gottes eine tiefe Berührung. Nicht, weil er noch nie von Gott gehört hatte - nein. Er arbeitete als Missionar in Japan; sein Beruf war es, anderen Menschen von Gott, Jesus Christus und der Bibel zu erzählen. Aber dieses Reden Gottes bedeutete für ihn eine echte Wende in seinem Leben. „Mitten in den Schmerzen war ich mitten im Himmel", so beschreibt er das Erlebnis.

Ein Einschnitt

Die schwere Krankheit von Martin und einem weiteren Teammitglied, das an Krebs erkrankt war, waren ein Einschnitt. Martin hinterfragte seine bisherige Arbeit als Missionar in Japan. Nicht das Ziel der Arbeit, aber doch, mit wie viel Kraft und Elan er es anging, ohne mit Jesus im Gespräch zu sein, ohne von Herzen und hilfesuchend zu beten..

Keine Sklaven

Ihm wurde durch die Krise eine andere Sicht für sein Leben geschenkt, die weniger auf seine Leistung setzt, sondern viel mehr auf das Reden und Handeln Gottes: „Wir haben im Team angefangen, das Entscheidende zu lernen: Beten. Wir sind Kinder Gottes und keine schuftenden Sklaven, wir können und dürfen mit allem zu ihm kommen."

Martin Heisswolf wurde medizinisch betreut und wieder gesund. Eine wesentliche Entlastung in seiner Arbeit und der des Teams entstand dadurch, dass nun verstärkt Kurzzeitmitarbeiter mithelfen. Aus dem Mann, der bis zu 90 Stunden in der Woche für Jesus arbeitete, ist ein Mensch geworden, der mehr auf das vertraut, was Jesus schafft.

Als Podcast ist der Bericht auf der Seite der Deutschen Missionsgesellschaft abzurufen.


Autor: Norbert Abt
Quelle: Jesus.ch

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