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Survival-Abenteurer «Bear» Grylls

«Ich starte jeden Tag mit Gebet»

Im Fernsehen zeigt er, wie man in der Wildnis überlebt oder aus einer brennenden Diskothek entkommt, kurz: alles, was ein echter Held eben können muss. Doch völlig furchtlos lebt selbst der britische Extrem-Abenteurer Edward Michael «Bear» Grylls nicht. Was ihm dann hilft? Sein Glaube an Gott!

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Edward Michael «Bear» Grylls
In der Schule tat ich mich schwer, es war nicht leicht für mich, weg von zu Hause zu sein. Aber dann entdeckte ich mit 16 Jahren meine Leidenschaft für Bergsteigen und Martial Arts. Die Disziplin und das Training gefielen mir und ich zog begeistert bei Wind und Wetter in die Berge.

Zur selben Zeit wurde ich Christ. Ich bin zwar nicht religiös aufgewachsen, aber schon als Kind glaubte ich fest daran, dass es Gott geben muss. Dann starb mein Patenonkel, der für mich wie ein zweiter Vater gewesen war. Inmitten meiner Emotionen sprach ich ein ganz einfaches Gebet: «Gott, wenn Du immer noch da bist, dann bleib bitte bei mir.» Ich würde sagen, dass das der Anfang meines Glaubens war, der seitdem immer weiter gewachsen ist und heute das Rückgrat meines Lebens ist. Es mag verrückt klingen, aber ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass es Gott gibt und dass er die Liebe ist. Ich habe eine persönliche Beziehung mit ihm. Jeden Tag beginne ich auf den Knien neben meinem Bett mit einem Gebet. Das ist meine Grundlage für jeden Tag.

Wie Gott mir in meiner Furcht hilft

Der Glaube an Gott hilft mir, weniger in Panik zu geraten. Manche behaupten, dass ich vor nichts Angst hätte, doch ich fürchte mich vor vielem. Zum Beispiel hatte ich mal einen schlimmen Fallschirm-Unfall (Anm. der Redaktion: Ärzte hatten befürchtet, dass er querschnittgelähmt bleiben würde). Seitdem fällt es mir schwer, Fallschirm zu springen. Mein Glaube nimmt mir aber die Angst, weil ich weiss: Ich bin nicht allein. Jeden Kampf trage ich gemeinsam mit meinem Schöpfer aus.

Mein Glaube spielt auch eine grosse Rolle in meiner Liebe zur Natur. Ob in den Bergen oder im Dschungel, überall sehe ich Wunder. Ich glaube auch, dass ich weniger Angst vor dem Tod habe, weil sterben für mich wie heimgehen sein wird.

Fehler machen ist nicht schlimm

Ich war auf dem Eaton Elite College, aber ich war weder besonders sportlich noch klug. Ich hatte kein grosses Selbstbewusstsein. Auch die anderen taten immer alles, um nicht aus der Reihe zu tanzen. Wir hatten Angst davor, ein Risiko einzugehen.

Doch im Leben ist es genau umgekehrt: Man muss seinen eigenen Weg gehen, hin und wieder ein Risiko eingehen und darauf gefasst sein, auch mal Fehler zu machen. Fehler zu machen ist nicht schlimm. Das hat mir schon mein Vater gelehrt: keine Angst zu haben vor Fehlschlägen oder Misserfolgen. Ehrlich gesagt beginnt für mich das Abenteuer erst dann, wenn manches schief läuft. Ich bin nicht jemand, der sich sorgfältig vorbereitet und akribisch plant, wie andere grossartige Abenteurer. Ich stelle mich lieber flexibel auf die jeweilige Situation ein und improvisiere.

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Datum: 25.07.2017
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / bigissue.com

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