Ex-Reggae-DJ O'Shea

«Gott hat mich vielfach am Leben erhalten»

Jason O'Shea startete unglücklich ins Leben. Seine Eltern waren Alkoholiker, schon in jungen Jahren unternahm er zwei Suizid-Versuche. Er glitt in die Londoner Unterwelt ab, später feierte er Erfolge als Reggae-DJ. Heute hilft er anderen Menschen, die in geistlicher Not sind.

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Jason O'Shea
«Als Junge habe ich zweimal versucht, mir das Leben zu nehmen. Dies wegen Epilepsie und Missbrauch», erinnert sich Jason. Er habe sich in seiner Jugend selbst betreuen müssen. «Meine Eltern waren Alkoholiker und meine Mutter verliess uns, als ich 13 war.» Während mehreren Jahren führte Jason ein kriminelles Leben.

«Ich habe gesehen, wie Menschen gefoltert und getötet wurden. Ich selbst wurde geschlagen und gestochen.» Er fand sich tief im Sumpf der britischen Unterwelt wieder. «Gott schützte mein Leben oft, was ich zu dieser Zeit aber nicht wusste.»

Rasta trifft Rasta

Schliesslicht wurde er Rastafari und wendete den kriminellen Machenschaften den Rücken. Jason O’Shea begann eine verheissungsvolle Karriere als Reggae-DJ. Doch die innere Leere war noch immer da.

«Ich hörte von Les Isaac, dem Gründer der 'Street Pastors'. Er war ein Rasta, der Christ geworden war.» Jason besuchte ein solches Treffen – nicht um sich erfüllen zu lassen, sondern um aufzudecken, dass dies ein Betrug sei.

«Doch als ich ankam und verschiedenen Leuten zuhörte, die ihre Lebensgeschichte erzählten, erkannte ich mit Tränen in den Augen, dass alle ein wenig mein eigenes Leben wiederspiegelten.» Les Isaac legte ihm die Hand auf die Schulter und frage, ob er für ihn beten könne.

«Jesus ist die Antwort»

Noch längere Zeit trieb er seine säkulare Karriere als Weltklasse-Reggae-DJ voran, «bis Gott mein Herz mit dem Bildnis des Fischers berührte, der alles hinter sich liess, um Jesus zu folgen».

Er gründete das «His Majesty's Sound System» (HMSS), eine Gemeinschaft christlicher Rap- und Reggae-Künstler, und begann sich für die «London City Mission» (LCM) zu engagieren, um die Menschen des Stadtteils Lewisham zu erreichen.

Die Bedürfnisse in diesem Stadtteil seien gross. «Viele Menschen würden am liebsten gar nicht hier leben.» Das Werk leiste nicht soziale sondern geistliche Arbeit, «zu sagen, dass Jesus die Antwort ist.» Dazu gehöre aber auch die Lebensmittelverteilung, ein monatlicher Familientag und Jugend- sowie Seniorenarbeit.

Verbrechen und Vergebung

Jason O’Shea, der unter äusserst schwierigen Umständen aufgewachsen ist, ist zum Hoffnungsträger in einer schwierigen Gegend geworden. Er selbst ist von der Strasse weggekommen, verheiratet und dreifacher Familienvater.

Den jungen Menschen zeigt er, dass es möglich ist, der unheilvollen Spirale zu entkommen. «Wir gehen auch in örtliche Schulen, um über Verbrechen und Vergebung zu unterrichten.»

Gefängnis-Insassen: «Ich wäre nie hier gelandet»

Es sei wichtig, dass die Kinder erreicht werden, ehe sie den Weg der Kriminalität einschlagen, sagt Jason. «Der jüngere Bruder meiner Frau, Zak, der Mitglied in unserer Kirche war, wurde nachmittags um 15 Uhr getötet.»

Seine Frau und ihre Mutter besuchen regelmässig seit sechs Jahren Gefängnisse, um über Jesus zu erzählen. «Viele Gefangene sagen: 'Ich wünschte, jemand hätte mir das in der Schule erzählt, dann wäre ich nie hier gelandet.'»

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Datum: 10.04.2017
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet / Inspire Magazine

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