Interview der Tänzerin Vanessa Nufer

«Ich kann Werte vermitteln»

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Für Vanessa Nufer ist das Tanzen ein Lebenswert, den sie teilen kann.
„Lebenswert leben”: Was heisst das? Darüber hat sich die Zeitschrift „Trialog“ der Heilsarmee mit Vanessa Nufer unterhalten.

Was macht Ihr Leben lebenswert?
Seit einem Jahr bin ich verheiratet und habe einen wunderbaren Mann; gleichzeitig habe ich unterstützende Eltern, liebevolle Schwiegereltern – kurz eine tolle Familie! Dann bringt mir meine Arbeit in einer Kindertagesstätte viel Freude und Befriedigung.

Als Ausgleich zur Arbeit tanze, singe und „tschuute” ich; und gute Freunde tragen zum Wert meines Lebens bei!

Sie tanzen bei Roundabout* – geht es hier um persönlichen Lebenswert?
Roundabout ist ein Angebot des Kinder und Jugendwerks des Blauen Kreuzes Schweiz. Und hier geht es darum, jungen Mädchen und Frauen zu zeigen, dass keine Suchtmittel nötig sind, um sich gut zu fühlen und bewundert zu werden. Durch das Tanzen können sie lernen, sich in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen. Mit dem Tanzen kann ich den Mädchen Lebenswerte vermitteln und kann gleichzeitig abschalten, mich ausdrücken, entspannen; ein Ausgleich, der mir körperlich und geistig gut tut.

Kann man sich Lebenswerte aneignen?
Es gibt Umstände, zum Beispiel die Familie, die wir nicht ändern oder beeinflussen können. Aber man sollte versuchen, aus jeder Situation das Beste zu machen, aus Schwierigkeiten zu lernen und daran zu wachsen.

Sie sind eben Mitglied der Heilsarmee geworden. Hat das auch mit Lebenswerten zu tun?
Ja, denn meine Lebenswerte, das, was mir wichtig ist, werden durch den Glauben an Jesus Christus beeinflusst. Entsprechend werden andere Ziele erstrebenswert. Die lebendige Beziehung zu Gott und zu Jesus Christus hilft mir, mein Leben sinnvoll zu gestalten.

Was bezweckt die Heilsarmee mit dem Motto „lebenswert leben”?

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Als wertvoll in ihrem Leben sieht Vanessa Nufer das Tanzen, ihre Familie, die beglückende Arbeit und den Glauben an Jesus Christus.
Der christliche Glaube – und auch die Heilsarmee – geht davon aus, dass die Beziehung zu Gott das Leben lebenswert macht. Insofern sollen die Menschen durch das Motto zum Denken angeregt, ja vielleicht auch etwas provoziert werden. Für mich gibt es kein wertloses Leben, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich ein Leben mit Gott lohnt und die Beziehung zu ihm mir in jeder Lebenssituation helfen kann.

Herkömmliche Werte sind am Verschwinden. Beobachten Sie dies in der Kindertagesstätte oder bei Roundabout?
Eigentlich nicht. Die Kinder sind höflich, teilen miteinander. Natürlich gibt es immer einzelne, die durch ihr Verhalten auffallen. Doch unter ihnen sind durchaus auch solche, die Werte – gerade auch christliche Werte – vorgelebt bekommen. Auch bei den jungen Frauen von Roundabout erlebe ich einen guten Umgang miteinander.

Können Sie Ihre Werte bei Hobby und Arbeit einbringen?
Bei Roundabout ist zu sagen, dass hinter jeder Tanzgruppe eine christliche Gemeinschaft steht. Anders erlebe ich es jedoch bei der Arbeit.

Wird eine Kindertagesstätte nicht spezifisch christlich geführt, darf den Kindern kein christliches Gedankengut als solches vermittelt werden. Das Verlangen nach Toleranz spielt hier eine wichtige Rolle. Wir müssen die verschiedenen Kulturen, in denen die Kinder aufwachsen, respektieren. Doch vorleben kann ich natürlich meine Werte immer.

* www.rab-network.ch

Link zum Thema: Mehr über Gott erfahren

Autorin: Elsbeth Cachelin

Datum: 19.01.2009
Quelle: Trialog

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