Spanier Juan Lopez Cano

Vom Boxer zum Pastor

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Juan Lopez Canos
Juan Lopez Canos hasste die Menschen. Jetzt kämpft er für die Liebe.

Zum elften Geburtstag gab es Boxhandschuhe. Sie sollten Juan Lopez Cano helfen, sich zu beweisen. Denn neben Fußball waren Prügeleien das liebste Hobby des jungen Spaniers. Der Sohn einer Gastarbeiterfamilie, die in den 60er Jahren nach Duisburg zog, trainierte in den folgenden Jahren hart, um nicht länger der Unterlegene zu sein. Als Teenager bekam er dann Kontakt zur Drogenszene. Drogen und ein für ihn unerklärlicher tiefgründiger Hass trieben ihn zu immer höheren Leistungen.

Nachdem Juan sogar die offene Deutsche Meisterschaft im Boxen gewonnen hatte, lud ein Kollege den damals 23-Jährigen zum Gottesdienst ein. Unter Drogeneinfluss ging Juan bereitwillig mit. In seiner Tasche: zwei Gramm Marihuana für einen Joint nach dem Gottesdienst. Doch dazu kam es nicht mehr.

Während des Gottesdienstes fragte der Pastor, wer Jesus kennen lernen möchte. Juan meldete sich. „In diesem Moment hob sich der ganze Hass, der ganze Druck und die ganze Depression in mir hoch und ich spürte, wie alles sich verflüchtigte und ein unbeschreiblicher Frieden über mich kam“, sagt Juan. Sein ganzes Leben änderte sich. Er hörte sofort auf, zu kämpfen und Drogen zu nehmen.

Heute ist Juan Lopez Cano Pastor einer neugegründeten Gemeinde im Norden von Madrid. Zuvor war er lange Zeit in einer Gemeinde im Ruhrgebiet tätig. Zu seinen Aufgaben in Spanien gehört auch die Medienarbeit. Er freut sich darüber, regelmäßig im Fernsehen und Radio predigen zu dürfen: „Ich bin dankbar für jeden Tag, an dem ich Christus bekennen kann.“


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