Sehnsucht nach erfülltem Leben

Mit weniger geb' ich mich nicht zufrieden!

Wie kann man das Leben auskosten? Und so leben, dass es sich wirklich lohnt? Diese Fragen treiben Clemens Schweiger als jungen Erwachsenen um. Er probiert alles Mögliche. Heute sagt er: Ich habe Leben im Überfluss gefunden!

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Clemens Schweiger
Am Ende meiner Schulzeit stand ich vor einer Weggabelung: Hippie, Drogen, Ungebundenheit oder ein bürgerliches Leben, angepasst wie viele? Dabei war ich kein ausgeflippter Draufgänger. Drei Jahre Klosterschule und eine intakte Familie mit vier Geschwistern sind eigentlich kein Nährboden für Aussteiger. Aber über Freunde lernte ich «Easy Rider» und «Woodstock» kennen. Und so zog ich regelmässig durch einschlägige Drogenkneipen in unserer Stadt. Der Hunger nach Leben und Freiheit wuchs.

Angst vor falschen Entscheidungen

Dann begann das Studium. Und mir ging es um mehr als die Berufsausbildung. Ich wollte meinen Weg finden. Ich suchte nach Antworten: Wie kann ich mein Leben so gestalten, dass es am Ende gelungen ist? Was muss ich tun, damit ich irgendwann zurückschauen und voller Überzeugung sagen kann: «Super, es hat sich gelohnt»? Dass Alkohol und Exzesse à la «Woodstock» nicht die Lösung sein konnten, war mir inzwischen klar. Aber ich hatte Angst, nicht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es kann ja ganz schnell gehen – der falsche Beruf, die falsche Partnerin und schon droht alles schief zu gehen! Woher weiss ich, dass mein Studium optimal für mich ist? Wer kann mir bei wesentlichen Entscheidungen helfen? Mein Leben kann ich nur einmal leben.

Plötzlich tauchte in meinen Überlegungen die Frage nach Gott auf. Wenn es ihn wirklich gibt und wenn er in diese Welt eingreift, dann wäre das die Antwort. Musste ich jetzt mein verstaubtes Bild von Gott reaktivieren? In der Zeit bekam ich eine Einladung von einer christlichen Studentengruppe.

Das Experiment

Nur zögerlich liess ich mich darauf ein. Dann stiess ich auf eine Aussage von Jesus: Ich bin gekommen, um euch das Leben in ganzer Fülle zu bringen (die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 10, Vers 10). Ich war elektrisiert. Wenn das stimmt, war Jesus meine Antwort! Ein Mitstudent meinte, es gäbe nur einen Weg, um das zu überprüfen: «Probier es aus. Frage konkret nach Gott. Wenn du dich nicht darauf einlässt, dann wirst du es nie herausfinden.»

Ich bin praktisch veranlagt. Deshalb ging ich gleich in die Vollen und betete: «Gott, wenn es dich gibt, dann zeige mir die Frau meines Lebens!» Ich wollte testen und prüfen. Und ich war zu allem bereit.

Fragen, Zweifeln, Suchen

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Clemens Schweiger mit seiner Ehefrau
Was dann passierte, zog sich über mehrere Monate hin. Ich fragte konkret nach Gott und ich zweifelte. Ich lernte ein Mädel kennen. Sie war nicht die Richtige. Durch Bibellesen und Diskutieren schärfte sich langsam meine Vorstellung von Gott. Meine Ängste und Vorbehalte schmolzen dahin. Und dann lernte ich «sie» kennen. Es war fast kitschig – Liebe auf den ersten Blick. Ich konnte es kaum glauben, aber ich wusste, dass das die Antwort auf mein Gebet war. Ich spürte auch, dass ich mich weiter an die Hinweise von Gott halten muss, wenn ich mein Leben nicht versauen will.

Mein Lebensweg hat sich seitdem grundlegend geändert. Ich wurde nicht vom Junkie zum Heiligen, aber vom Suchenden zum Gehaltenen. Statt Maschinenbau-Techniker bin ich heute Studentenberater. Statt Junior-Chef im Familienunternehmen, Leiter einer christlichen Organisation. Und heute, gute 30 Jahre später, kann ich den Satz von Jesus voll unterstreichen. Weil ich mich auf ihn eingelassen habe, habe ich Krisen überlebt, bin aus Tiefpunkten herausgekommen und kann mich auf das konzentrieren, was ein Leben wertvoll macht: Beziehungen.

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Zum Thema:
Von Gott überrascht: «Ich war überzeugter Atheist»
Ein Leben lang auf der Suche: «Erst durch Jesus fand ich Frieden»
Sandra Meister: Trost gefunden mitten im Schmerz

Datum: 13.12.2016
Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch / mystory.me/clemens

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