Hanspeter Nüesch

Der perfekte Crash

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Hanspeter Nüesch.
Im Schrittempo fuhr Hanspeter Nüesch auf die Kurve zu. Die Strasse war spiegelglatt. Dann prallte ein anderes Fahrzeug in seines – Gott sei Dank. Denn Nüesch war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, auf den Meter genau.

Es war Dienstagabend, der 23. Januar 2007. Das Thermometer zeigte fünf Grad minus. Manche Strassen waren glatt. «Schon als wir aus dem Haus gingen, war der Boden rutschig», erinnert sich Hanspeter Nüesch. Aber er musste losfahren und seinen Sohn samt Familie zum Flughafen bringen. Ein Jahr Australien wartete auf sie.

Von Boppelsen fuhr Hanspeter Nüesch im Toyota Richtung Regensberg. Kaum hatten sie ein Waldstück hinter sich gelassen, verwandelte sich die Strasse in ein Eisfeld. «Die Strecke ist schon unter normalen Bedingungen gefährlich. Auf der rechten Seite geht es drei Meter steil runter, dann folgt eine abfallende Wiese. Wenn da jemand von der Strasse abkommt, überschlägt sich das Auto.»

Die Strecke führt etwa 500 Meter geradeaus, dann kommt eine scharfe Rechtskurve. «Ich fuhr diesen halben Kilometer nur noch mit etwa 5 Stundenkilometern. Ich rief: Betet, betet; das geht nicht lange, bis da jemand verunglückt!» erzählt Nüesch. Selber wollte er die Kurve nur im Schrittempo nehmen. Seine Frau Vreni habe danach zu ihm gesagt: «Ich hab dich noch nie so langsam fahren sehen.»

«Dann krachte er voll in uns rein!»

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Hanspeter Nüesch mit Frau Vreni.
Nahe bei der Kurve sah er auf einmal zwei Lichter. «Hoffentlich fährt der langsam genug», schoss es Hanspeter Nüesch durch den Kopf. Rasch merkte er aber: «Der kommt zügig, gerade so, wie es noch geht, wenn es trocken ist.» Mit 50 bis 60 Sachen brauste er heran. «Wir standen fast still in der Kurve, und er krachte voll in uns rein» - vorne, schräg links in die Motorhaube.

«Sein Auto erlitt einen Totalschaden. Selber hatte er nur kleine Schürfungen, weil sein Airbag aufging. Wir waren zu viert im Auto. Uns hat es nichts gemacht, aber unser Auto ist schwer beschädigt. Wären wir nicht im Weg gestanden, wäre der andere entweder in den einzigen Baum hier gedonnert oder direkt den Hügel runter.» Der Baum wäre ebenfalls fatal gewesen, denn der hätte sicher weniger „nachgegeben“ als das Auto von Nüesch.

Entscheidende Meter

«Gott nahm unser Gebet ernst», sagt Nüesch. «Wir waren genau am richtigen Ort, auf die Sekunde! Zwei Meter weniger, und der andere wäre vor unseren Augen die Böschung runter. Einen Meter mehr, und er wäre in meine Fahrertür gekracht. Das hätte ganz schlimm geendet!»

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«Gott kann auch einen Blechschaden zum Segen machen», sagt Hanspeter Nüesch.
Nach dem Unfall wurde die Strasse gesperrt, um weitere Kollisionen zu verhindern. Hanspeter Nüesch sorgte sich um den Unfallfahrer, nahm ihn mit nach Hause und gab ihm eine «Fitnessbibel».* Der Fahrer erzählte ihm dann, dass ein Freund von ihm auf dieser Strecke von der Strasse abgekommen sei und sich mehrfach überschlagen habe.

Gott braucht Schaden

Für Hanspeter Nüesch war das eine göttliche Lektion. «Ich lernte, dass man als Christ auch durch einen Blechschaden ein Segen sein kann. Gott brauchte diesen Schaden, um jemand anderen zu bewahren.» Und was nicht weniger erstaunlich ist: Der Wagen mit Nüesch und Familie blieb trotz der Wucht des Aufpralls auf der Strasse.

Die war aber spiegelglatt: «Wir mussten einander nach dem Aussteigen festhalten, damit wir nicht ausrutschten.» Dennoch wurde das Auto durch den Zusammenstoss nicht von der Strasse weggeschoben. – Übrigens: Sohn Daniel kam dann noch rechtzeitig am Flughafen an und lebt jetzt unter der australischen Sonne.

Weiterführende Links:
Hanspeter Nüesch leitet die Bewegung «Campus für Christus»
* Infos zur «Fitnessbibel»: Sportseelsorger hat wieder ein Testament gemacht

Datum: 05.02.2007
Quelle: Jesus.ch

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