Im Militär Jesus erfahren

«Ich wollte möglichst viele Juden töten»

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Palmen in Algerien. (Fotos: Irene Gerber)
Der Algerier Ahmed (Name geändert) kannte nur ein Ziel: «Ich wollte nach Israel gehen und so viele Juden wie möglich umbringen.» Im Militär wollte er töten lernen – und lernte dort zu lieben.

«Ich war ein junger Moslem», beginnt der gutaussehende Algerier seine Geschichte. «Die Juden waren also meine Feinde. Ich war sicher, dass ich direkt in den Himmel komme, wenn ich einen Juden töte.» Mit anderen Fundamentalisten wollte er später in Israel eindringen. «Die Kontaktpersonen traf ich in der Moschee. Wir beteten und sprachen über den Koran. Und über und wie unsere Vorbilder könnten. Ich war glücklich, als ich endlich zur Armee kam. Hier würde ich nun endlich lernen, wie man tötet.»

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Strassenschluchten in Oran, der zweitgrössten Stadt Algeriens.

Der andere

Doch einer in seiner Einheit war anders. Und er riss jemand weiteres mit. «Ich staunte, wie dieser Kamerad sein Leben führte. Mir fiel auf, dass er immer glücklich war; egal, in welcher Situation.» Er putzte sogar freiwillig. Ahmed fragte ihn: «Wer bist du wirklich?» Er antwortete: «Ich bin ein ganz normaler Mensch, genau wie du.» Aber er klaute nicht die Schuhe seiner Kollegen, obwohl man das so machte.

«Eines Tages hielt ich es nicht mehr aus. Ich schnappte ihn mir, nahm ihn mit in einen Raum und forderte ihn heraus: «Jetzt sagst du mir, wer du bist. Vorher lasse ich dich nicht gehen.» Er antwortete: «Du kannst jeden Baum an seinen Früchten erkennen.» Das war mir klar. Soweit kannte ich mich in Botanik aus. Also bohrte ich weiter. Ich wollte ja wissen, was hinter ihm selber steckt, und nicht, dass ich einen Dattelbaum daran erkenne, dass Datteln daran hängen. Ich fragte: «Wer und was bist du!» Da sagte er: «Okay, ich bin Christ.» Ich war überrascht. Ich sagte mir: Ich muss ihn hassen! – Aber das konnte ich nicht.»

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Die Mittelmeerküste in Oran.

Einer vom Himmel

Ahmed bat ihn um das Buch, das er immer las. Es war ein Neues Testament. Ahmed las, dass «am Anfang das Wort (war), und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort». – Er verstand nichts. «Nachts meditierte ich darüber. Dann hatte ich eine Vision. Es war, als wäre der Himmel offen. Ich sah unbeschreibliches Licht. Und ich wollte dem näherkommen, der es mir sandte. Und dann war ich selber im Licht. Und das Licht kam in mich hinein. Eine riesige Freude überkam mich.

Tags darauf war ich halb krank. Ich schleppte mich zum Morgenappell und bei der ersten Pause fragte ich den Christen, was er mit mir eigentlich angestellt hätte. Er sagte, dass der Heilige Geist zu mir gekommen ist. Ich fragte ihn, wer denn dieser Heilige Geist ist. Er sagte mir: Warte ab und lies im Johannes-Evangelium weiter; dann wirst du bald mehr wissen. – Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich jetzt nichts anderes mehr tun wollte, als in der Bibel zu lesen. Ich wollte mehr erfahren. Dann entdeckte ich, dass Jesus der Herr ist.»

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Strassenszene in der algerischen Stadt Tizi Ouzou.

Beten statt hassen

Ahmed brach den Kontakt zu den islamischen Fundamentalisten ab. Dafür kriegte sein Vater Monate später Probleme. Man wollte ihn nicht mehr in der Moschee, weil er ja nun eine daheim habe. Ahmed hatte nämlich eine Hausgemeinde gegründet. Nun machte der Vater Druck, so dass Ahmed schliessen musste. Später eröffnete er eine neue Gemeinde und gleich noch eine theologische Schule. «Es ist nun grösser als vorher. Ausserdem verstehen mein Vater und ich uns gut.» – Und die Juden hasst er auch nicht mehr. Heute betet er für sie.

Artikel zum Thema:
Jesus in Algerien
Zwangsjacke und Missionsverbot für Christen in Algerien

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Landidyll im algerischen Berbergebiet.

Datum: 01.05.2006
Quelle: Jesus.ch

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