Nassim Ben Iman

«Warum ich nicht Terrorist geworden bin»

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«Ich wollte als Märtyrer sterben», sagt Nassim Ben Iman. (Bilder 1 und 2: Irene Gerber)
Nassim Ben Iman war Moslem. Er wollte Kommandos für Allah durchführen und später als Märtyrer sterben. Ben Iman lebt noch. Warum, erzählt er in dieser Geschichte.

Er war noch ein Kind, als seine Familie aus einem arabischen Land nach Deutschland zog. «Ich wusste von Deutschland nichts. Ausser dass dort immer nur Schnee liegt», erinnert sich Nassim Ben Iman. «In meinem Wortschatz waren Schnee und Eis das Gleiche. Darum öffnete ich das Gefrierfach und hielt meinen Kopf nahe dran.»

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Heute liebt er die, die ihn hassen.
In einem solchen Klima kann man nicht leben, war dem Jungen rasch klar. Dann änderte er seine Meinung. «Ich hörte, dass es in Deutschland beheizte Kleider gibt.» Nassim, der Temperaturen von 50 Grad Celsius gewohnt war, war getröstet. Trotzdem erlebte er in Deutschland einen Kälteschock, aber anderer Art.

Bei den Ungläubigen

«Wenn ich zu Besuch bei deutschen Kollegen war, fragte man mich, was ich glaube. Das konnte ich gut erklären. Dann fragte ich, woran sie glauben.» Und Moslem Nassim war entsetzt. «Da war erstmal eine Pause. Manche sagten dann, sie glaubten an ein höheres Wesen, andere hielten sich an gar nichts, wieder andere meinten, Gott sei in der Natur, in den Bäumen zum Beispiel.»

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Steppenidylle.
Der Junge war entsetzt. «Die glaubten, der Schöpfer des Himmels und der Erde lebe in einem Baum!» Auch sonst staunte Nassim über die Deutschen, die aus seiner Sicht ja alle Christen waren. «Die Mädchen hatten fast nichts an. Wieder staunte ich. Ein so reiches Land hat so wenig Geld, um Stoff zu kaufen.»

Bereits in seiner Heimat hatte er Hass gegen Juden und alle anderen „Ungläubigen“ gelernt. «Aus dem Koran geht deutlich hervor, dass man die bekämpfen muss. Das wollte ich.» Es habe Zeiten in seinem Leben gegeben, in denen er gelebt, gedacht und gehandelt habe, wie die Attentäter vom 11. September 2001. Nichts hätte ihn im Ernstfall vom Mitmachen abhalten können. «Ich wollte für Allah sterben.» Es habe Kontakte gegeben, über die er heute nicht spricht. Das sei so mit den deutschen Behörden abgesprochen.

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Oft gesehener Sonnenuntergang in Afrika.

Zwischen Allah und Christus

Nassim lernte einen Christen kennen. «Sein Vater war ein bekannter Politiker und schämte sich für den Glauben seines Sohnes. Er verlangte die Umkehr.» Als diese nicht geschah, habe er seinen Sohn rausgeworfen. «Dieser Glaube hat mich beeindruckt.» Für Nassim war klar, Allah wollte ihn gebrauchen, um diesen Christen zum Islam zu führen. «Wir trafen uns oft und sprachen über unseren jeweiligen Glauben.» Nach viereinhalb Jahren entschied sich Nassim für Christus.

Das Paradies

Nassim: «Es ist erstaunlich. Mit einem simplen Gebet kann man Jesus Christus kennenlernen. Die Ewigkeit im Paradies ist einem dann schon versprochen, egal was morgen kommt. Jesus hat das schon vorbereitet.» Hält man sich an ihn, hat man Heilsgewissheit. «Das kannte ich vorher nicht. In meinem Glauben kann man das beste Leben führen und selbst dann ist nicht sicher, ob

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Wüstenromantik.
Allah einem nicht trotzdem in die Hölle schickt. Es sei denn, man stirbt im Kampf als Märtyrer.» Als er Terrorist werden wollte, sei das Paradies nur ein Nebeneffekt gewesen. Er sei von seinem Hass geleitet worden. Hass, der ihm heute selbst entgegen prallt. Von Moslems hat er Morddrohungen erhalten. Nassim: «Ich verstehe das. Wäre ich früher in meinem eigenen Vortrag gesessen, hätte ich einen Stuhl nach mir geworfen.» Der Araber betont: «Ich liebe die Moslems.» Sie sind ihm am Herzen, auch wenn sie ihn hassen.

Weiterführende Links:
Ein PLO-Scharfschütze wird Gottes Visitenkarte
www.erlebe.jesus.ch


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