Susanne Reddig

Den Geistern verfallen

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Halloween – ein alter Brauch vermischt sich mit der heutigen Esoterik.
Susanne Reddig wird zur Wicca (Hexe) und lässt sich auf esoterische Praktiken und weisse Magie ein. Als ihr in einer Vision ihr Geisterführer erscheint, droht er sie umzubringen. Susanne verfällt in eine Depression. Plötzlich erkennt sie: Nur einer kann sie aus der beängstigenden Geisterwelt retten. Jesus.

Susanne Redding wächst in Deutschland als Tochter eines deutschen Seemanns und einer jungen Frau aus Britisch- Guyana auf. Ihr Vater verlässt die Familie früh. Als Mischling und zwangsläufig Aussenseiterin kämpft sich Susanne durch schwierige Verhältnisse an deutschen Schulen. Im Studium der Religionswissenschaft lernt sie viele Menschen kennen, die an religiösen Praktiken und esoterischen Glaubensrichtungen Interesse zeigen.

Halloween als Übungsfeld

Über ein Inserat lernt sie richtige Hexen, sogenannte Wiccas kennen. Mehrere Jahreskreisfeste oder auch Hexentreffen folgen. Eins davon ist Halloween. Nach dem Glauben der Hexen sollen in dieser Nacht zum 1. November die Tore zum Totenreich offen stehen. Wiccas veranstalten in dieser Nacht Totenbeschwörungen und Gedenkfeiern für Tote. Auch Susanne betätigt sich in dieser Nacht als Hexe mit Magie und Meditation.

Eindringen in die Geisterwelt

Durch ihr meditatives Eindringen in die Geisterwelt entwickelt sie auch ausserordentliche mediale Fähigkeiten. Mittels herbeigeführten Tranceszuständen in Gruppen nimmt sie Kontakt mit der Geisterwelt auf, die sich ihr immer stärker öffnet. In einer esoterischen Sitzung lernt sie ihren unheimlichen Geisterführer Shakya kennen.

Verfolgungszustände und Besessenheit

Er bedroht sie mit dem Tod und warnt sie, ihn nicht aus ihrer Seele wegzuschicken. Susanne bekommt Angst und fällt immer mehr in eine depressive Stimmung. Ihre natürliche Fröhlichkeit verschwindet mehr und mehr. Mit der Zeit hört sie Stimmen und sieht überall Bilder, was zu ernsthaften Verfolgungszuständen führt. In Trance begegnet sie einmal dem Ebenbild Satans und sie erschrickt, weil er sich als Engel ausgibt.

Auch Freundinnen von Susanne, die sich mit esoterischen Praktiken und weisser Magie befassen- die schon längst dunkle Seiten aufzeigt- beginnen, unerwartet Geisterwesen zu erkennen. Immer mehr ängstigen sie sich vor der unsichtbaren, unkontrollierbaren Macht. Ihr Unterfangen, die Geisterwelt auf positive Art kennenzulernen, gerät ausser Kontrolle. Weil der unheimliche Geisterführer Shakya Susanne in der Hand hat, glaubt sie, von ihm besessen zu sein.

Befreiendes Gebet

Von einer ehemaligen Satanspriesterin, die ein seltsames Gemisch aus esoterischen und christlichen Praktiken anwendet, lässt sie sich beraten. Schnell erkennt diese, dass Susanne von einigen Geisterwesen umgeben ist und rät ihr, zu beten. Obwohl Susanne noch nie etwas mit dem christlichen Glauben zu tun haben wollte, nimmt sie nun diesen Rat ernst und betet ein aufrichtiges Gebet zu Jesus Christus.

Erstmals geschieht gar nichts. Ihre grossen Erwartungen an Jesus werden enttäuscht. Doch nach einigen Tagen spürte sie eine klare Veränderung. In ihrem Buch schreibt sie: In diesem Moment aber hörte ich eine fremde Stimme in meinem Kopf deutlich sagen: „Ich bin hier.“ Diese Stimme war unbeschreiblich. Sie war warm und freundlich, verfügte aber trotzdem über Autorität. Doch meine Angst, es könnte wieder Shakya der Geisterführer sein, war gross.

Fürchte dich nicht

Es ist aber nicht die Stimme des Geisterführers. Es ist die Stimme von Jesus. Dessen ist sich Susanne sicher, weil die Stimme weiterfährt: „Fürchte dich nicht“. Susanne erlebt in diesem Augenblick, wie Jesus in ihr Leben tritt. Jesus spricht mit ihr. Er reinigt sie von den negativen Geisterwelten, die sie jahrelang umgaben. Von diesem Tag an kann Susanne die Geisterwelten hinter sich lassen.

„Ausgerechnet das Christentum“, schreibt sie in ihrem eindrucksvollen Buch. Das Christentum war genau die Religion, die sie schon immer verabscheut hat, weil sie unter Studenten und Esoterikern als langweilig und verstaubt gilt. Doch heute ist sie anderer Meinung: Als überzeugte Christin half Susanne Reddig in Deutschland den ersten christlichen Fernsehsender Bibel-TV aufbauen.

Grundlage für diesen Artikel lieferte das Buch: „Die Geister, die ich rief“.
Susanne Reddig.
Mein Weg aus dem Okkultismus.
Broschiert: 260 Seiten
Verlag: Gerth Medien
ISBN: 3894379588

http://shop.livenet.ch/index.html?nr=815958&f=0

Mehr zum Thema finden Sie in unserem Dossier Halloween


Autor: Iris Muhl

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