Das rote Gefängnis

Happy End in Bagdad

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Strassenbild in Saddam City, Bagdad
Dieser Bericht stammt von einem Mitarbeiter des Missionswerkes Jugend mit einer Mission. Er schrieb sie in der irakischen Wüste, auf der Rückreise von Bagdad. Er hatte koreanische Mitarbeiter in Sadir City besucht. Früher „Saddam City“ genannt, ist sie das Zentrum des schiitischen Islam in Bagdad, ihre vier Millionen Einwohner wurden unter dem Regime von Saddam Hussein systematisch unterdrückt.

In Sadir City trafen die Mitarbeiter unter anderem auch Georges (Name geändert), den Pastor einer Untergrundkirche.

Jesus im „roten Gefängnis“

Eines Nachts, im Februar 2003, kam die Geheimpolizei, nahm Georges mit und brachte ihn in das berüchtigte rote Haus - ein Gefängnis, genannt nach der Farbe des Blutes. Hier kam man nur auf eine einzige Art wieder heraus - in einem Sarg.

Georges wurde in eine nur zwei Quadratmeter grosse Zelle gezwängt - zusammen mit sechs anderen religiösen Leitern, drei Schiiten und drei sunnitischen Moslems. Vom ersten Tag an baten sie ihn, ihnen von Jesus zu erzählen, doch er weigerte sich. Stattdessen erzählte er ihnen von Adam und Eva, am nächsten Tag von Noah, dann Abraham und so weiter.

Nach zehn Tagen, in denen er ein Fundament gelegt hatte, bettelten die Gefangenen regelrecht, er solle ihnen doch jetzt endlich von Jesus erzählen. Und so tat er es auch. Danach war lange Zeit völliges Schweigen.

Dann erst stellten sie Fragen - keine der typischen religiösen Streitfragen, sondern echte Verständnisfragen. Danach veränderte sich die Atmosphäre in der Zelle. Einer bat Georges, immer dann für ihn zu beten, wenn er zur Folter gebracht wurde. Schliesslich nahmen sie in der Zelle zusammen das Abendmahl ein.

Wie durch ein Wunder wurde Georges wenige Tage vor Beginn des Angriffs der Amerikaner freigelassen. Bislang war niemand bekannt, der das Gefängnis jemals lebend verlassen hatte. Noch einer der Insassen wurde freigelassen - er besucht Georges inzwischen immer wieder in der Untergrundkirche.

Quelle: YWAM/Freitagsfax

Datum: 12.01.2004

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