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Mittendrin und nicht dabei

Nachts ist es am schlimmsten. Wenn die Einsamkeit die Bettdecke entlang kriecht bis in den Kopf und man sich leer fühlt. Aber auch auf der Party neulich sass die Einsamkeit im Eck, kam dann langsam auf mich zu und wollte mit mir allein sein. Dass alle meine Freunde da waren und wir uns gerade unterhielten, war ihr egal. Sie gab mir das Gefühl, nicht dazu zu gehören und unter all den Menschen fremd zu sein.


Einsamkeit: Das Gefühl, nicht dazu zu gehören und fremd zu sein.

Ich weiss nicht, wann wir uns kennengelernt haben. Eines Nachmittags war sie einfach da. Ohne Grund. Es interessierte die Einsamkeit nicht, wie viele Leute ich wie gut kenne. Ich befürchte, man kann die beliebteste Person im ganzen Viertel sein, die Einsamkeit findet einen trotzdem, klopft an und will ans Eingemachte.

Gegenmittel gesucht
Die Einsamkeit ist hartnäckiger als Hämorriden. Wenn sie einen einmal gepackt hat, lässt sie nicht mehr so schnell los. Sie taucht nach jeder Party wieder auf. Nach jedem Erfolgserlebnis. Nach jedem Glückmoment, egal was man versucht. Mit einem hauchenden „Hallo du Nichts“, fegt sie das Gute ins Eck und stellt ihre Leere auf. Ich denke, dass Menschen alles Mögliche versuchen, um dieses Gefühl abzuschütteln, die Sehnsucht irgendwie zu stillen, oder sich abzulenken.

Nicht allein
Jesus hat mal sagt: „Ihr könnt sicher sein: Ich bin immer und überall bei euch, bis an das Ende dieser Welt.“ (Die Bibel, Matthäus, Kapitel 28, Vers 20). Jesus ist mehr als eine Religion. Mehr als ein guter Prophet. Er ist ein Freund, der immer und überall bei einem ist. Er kennt die geheimen Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte. Er ist da. Er gibt einem Antworten. Da hat Einsamkeit keine Chance. Aber Jesus drängt sich nicht auf, er wartet darauf, dass man ihn einlädt. Das kann man zum Beispiel mit einem kleinen Gebt machen: „Jesus, komm in mein Herz. Füll jede Ecke aus. Zeig mir, wie du bist.“

Kein Platz mehr für Einsamkeit
Die Einsamkeit kam noch ein Mal vorbei. Sie schlich sich an, wollte sich an meinem Leid laben. Aber sie kam nicht an mich ran. Ihr Platz war besetzt. Und sie erkannte, dass dieser Platz nie mehr für sie frei würde. Denn Jesus ist bei mir. Immer und überall. Bis an das Ende der Welt.

Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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