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Das Cover von Gleam Joels Album «Deeper». |
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Einst tingelte er als Rapper durch die Ghetto-Clubs von Nairobi. Heute rappt er für die Nummer Eins des Universums – und gründete in Baden eine christliche Gemeinde.
Alkohol und Kiffen, das war das täglich Brot von Gleam Joel, der bürgerlich Joel Oggola heisst. «Ich rappte in Clubs, auch mit Fluchworten.» Sex und Partys in der kenianischen Hauptstadt – «ich hab alles ausprobiert». Doch in diesen Cocktail war Zugkunftsangst mit hineingemixt.
«Meine Mutter war Christin. Sie betete für mich. Als ich nicht mehr weiter wusste, sagte sie zu mir: „Du brauchst Jesus!“ Da ging ich auf die Knie. Ein helles Licht war im Raum, Frieden strömte in mich hinein. Das war gewaltig. Ich fand genau das, was ich im Trinken und im Sex vergeblich gesucht hatte. Ich hab’s gefunden!»
«Nairobi – Baden, einfach»
Heute hat er keine Angst vor der Zukunft mehr. «Gott hat mir Frieden gegeben. Ich konnte die Angst hinter mir lassen. Mit ihm habe ich alles gewonnen. Er ist mein Leben geworden.» – Wie auch die Schweiz. Denn eigentlich wollte Gleam in den USA studieren. Hängengeblieben ist er aber in den Vereinten Staaten respektive Kantonen der Schweiz. Am IGW, dem «Institut für Gemeindebau und Weltmission», und der «Arts Ministry School» in Walzenhausen bildete er sich theologisch und musikalisch weiter. «Dann arbeitete ich bei der Jugendbewegung Netz 4 im Zürcher Kreis 4. Da entstanden eine Strassenkirche und eine Rap-Schule.»
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Gleam macht mobil. (Fotos: Irene Gerber)
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Die «Gleam Living Church»
In Baden gründete Joel eine Gemeinde, die «Gleam Living Church». «Die Jugendlichen sind gekommen und haben gesagt, das sei für sie eine Therapie. Manche von ihnen waren noch nie in einer Gemeinde. Sie dachten, so was sei langweilig. Jetzt machen wir zusammen Musik für Gott.» Von manchen seien dann auch die Eltern mit ins Hip-Hop-Gotteshaus gekommen.
«Die Jungen mögen die Hip-Hop-Kultur», sagt Gleam Joel. «Andere Rapper predigen Sex und sich selbst. Ich rappe dafür, dass man ein besseres Leben haben und Gott kennenlernen kann. Die Jugendlichen sind offen dafür. Sie merken, dass ich ihre eigene Sprache spreche.» Daneben hat er noch drei Alben veröffentlicht: «God speaks», «Second chance» und «Deeper»; hinzu kommt das Video «Feel the pain». «Das Video war bei und an anderen Orten zu sehen.»
Gleam Joel und sein «Schimmer» *
Die Bibel ist dem Rapper wichtig: «Sie ist Gottes Wort. Er spricht durch sie zu uns. Es sind nicht einfach Worte, die geschrieben wurden, sondern Verheissungen, die wahr sind. Da liest man sie mit mehr Motivation. Gott erhört Gebet. Man kriegt Worte von Gott und kann Lasten abladen.» Der Glaube zahle sich aus. «Wenn ich meine Vergangenheit anschaue und dann mit heute vergleiche, dann muss ich sagen: Es zahlt sich aus. Man hat jemanden, der eine Zukunft verspricht und der das auch hält. Unter den Verheissungen, die ich erlebt habe, gab es nicht eine, die sich nicht erfüllt hätte. Gott ist treu.»
* Das englische Wort „gleam“ bedeutet „Schimmer“.
Steckbrief:
Zivilstand: Verheiratet, ein Kind.
Gemeinde: Gleam Living Church.
Arbeit in Gemeinde: Prediger
Hobbys: Essen, Reisen, Konzerte geben. Chillen mit Kollegen.
Beruf: Musiker und Missionar
Werdegang: Theologie studiert. Abschlüsse in Walzenhausen und am IGW. Weiterbildung über Theologiekurse.
Wohnort: Wettingen.
Herkunft: Nairobi, Kenia. Doppelbürger.
Lieblingsbibelstelle: Johannes 3, Vers 16: «Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht verlorengehen, sondern das ewige Leben haben.»
Lieblingsmusikgruppe(n): Ron Kenoly, T-Bone und NAS, Mese; überhaupt Soul und Hip-Hop.
Das gefällt mir auf Livenet.ch und Jesus.ch: Coole Seiten! Interessante Geschichten und Lebensberichte, die tief ins Herz gehen. Ich informiere mich drot übers Christentum.
Website von Gleam Joel
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Gleam Joel auf der Bühne. |
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Joels Schwägerin Lilian Studer tanzt in seinem Programm.
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Nach seinen „Abenteuern“ in den Ghettos von Nairobi rappt Gleam jetzt für die Nummer Eins des Universums.
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Bundesrat Joseph Deiss wollte unbedingt auf dieses Foto. – Im Ernst: Die beiden trafen sich beim Nationalen Gebetslunch.
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