News   Kirchen, Gemeinden, Werke  
HomeWer ist Jesus?ForumChatNewsletterE-Mail SupportKontakt 02.09.2010  
   News

   Schweiz

   International

   Kirche & Werke

   Ethik &
   Gesellschaft


   Religiöses

   Wirtschaft

   Gesundheit &
   Umwelt


   Wissen & Technik

   Freizeit & Sport

   Vermischtes

   Kurzmeldungen

   YouthTicker

   Audio-Beiträge

   Video-Beiträge

   Artikelpool
   Magazin
   Jesus
   Ratgeber
   Information

   Service

   Ihr eigenes
   Stück Jesus.ch

   Glaubensfragen
   & Lebenshilfe

   E-Mail@jesus.ch

   Internet-Zugang

   Cartoons  Cards

   Links & Adressen

   Buch & Musik

   Anzeigen

   Jobs   Kontakte

   Video-Andachten

   > mehr Service

   Werbung

    
    
    
    

   Special

   Fussball-WM:
   Südafrika 2010

   Mein Blog

   Jesus.ch-Print

   Pixel4Jesus.com

   Meditation

   Youthmag

   Kreativgalerie

   Beten tut gut!

   Bild der Woche

Bullinger-Forscher in Zürich: Die Vergangenheit prägt uns – aber wie?

 
Aeppli/Weder
Bildungsdirektorin Regine Aeppli und Uni-Rektor Hans Weder
Die Vergangenheit prägt uns mehr, als wir uns bewusst sind. Das Bullinger-Jubiläum (der zweite Zürcher Reformator wurde vor 500 Jahren geboren) gibt Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie wir mit der Vergangenheit umgehen. Seit Mittwoch tagt in Zürich ein internationaler Forschungskongress über Bullinger, der den lange vergessenen Theologen und Historiker ins Licht rückt.

Bei ihrem Grusswort vor den 150 Teilnehmenden in der Helferei beim Grossmünster strich die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli die Pionierleistung von Heinrich Bullinger fürs öffentliche Schulwesen heraus. Er habe auch schon gegen das Sparen bei der Bildung gekämpft. Bei der Vermittlung christlich-humanistischer Werte müsse allerdings heute auf die veränderte gesellschaftliche Lage Rücksicht genommen werden, sagte die Bildungsdirektorin.

Universitäts-Rektor Hans Weder betonte die Bedeutung des Wissens um die Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft. „Je weniger wir von der Vergangenheit gestört werden wollen, desto mehr macht sie uns zu schaffen.“ Weder erinnerte an das vorbildliche Einwirken Bullingers auf die Zürcher Politik. Er habe als Kirchenleiter nicht äusserliche Macht ausgeübt, sondern mit seinen Eingaben zu überzeugen versucht.

 
Johannes Fischer
Bewusster aus der Vergangenheit leben: Johannes Fischer

Zürich als Zentrum der Erforschung der Reformationsgeschichte
Johannes Fischer, Rektor der theologischen Fakultät, bezeichnete die Erforschung der Zeit der Reformatoren (das Fakultätsinstitut für Reformationsgeschichte veranstaltet mit dem Zwingli-Verein den Kongress) als zentralen Teil ihres wissenschaftlichen Profils. Es gehe nicht nur um Kenntnis der Vergangenheit, sondern um „Selbstvergewisserung und Orientierung in der Gegenwart“.

Dies gelte nicht nur für Kirche und Theologie, sondern auch in Politik und Gesellschaft, sagte Fischer: „Es gehört zu unserer menschlichen Verfassung, dass uns Ereignisse, Entscheidungen, Handlungen oder Gedanken aus längst vergangenen Zeiten prägen und lenken, ohne dass sie noch in ausdrücklichem Bewusstsein sind. Sie ins Bewusstsein holen und erinnern heisst: ein deutlicheres Bewusstsein dessen erlangen, was unsere Lebenswirklichkeit und unseren Lebensvollzug heute bestimmt.“

Bullinger in seiner Zeit: noch viel zu forschen
Von Bullinger ist noch viel ins Bewusstsein zu holen. Wie der Kirchengeschichtsprofessor Emidio Campi, Leiter des Instituts, im ersten Hauptvortrag sagte, „wissen wir wenig über seinen wirklichen Einfluss“. Zwar habe die Bullinger-Forschung in den letzten Jahrzehnten beträchtliche Fortschritte gemacht, doch „sind wir erst am Anfang der präzisen Erfassung dessen, was der zweite Zürcher Reformator in die Waagschale der Geschichte gelegt hat“.

 
Prof. Campi
Prof. Emidio Campi plädierte für eine intensivere Beschäftigung mit dem Reformator
Campi gab einen Überblick über die neuere Forschung. Noch immer fehlt eine Werkausgabe. Sogar für das zentrale theologische Werk, die Dekaden, aber auch für die meisten anderen Werke fehlt ein moderne Edition auf wissenschaftlichem Niveau. Die Bibelauslegungen Bullingers und seine Werke zu Seelsorge und Predigt sind praktisch unzugänglich. Von einer siebenbändigen Werkauswahl fürs breite Publikum liegt der erste Band vor.

Erste grosse Biografie seit 1858
Aus der Feder Fritz Büssers, des Altmeisters der Schweizer Bullinger-Forschung, ist eben der erste Band einer Biografie erschienen – der ersten umfassenden Darstellung seit 1858! Sie zeigt, wie Bullinger in seiner Zeit lebte und dachte und auf sie einwirkte.

Als zweites bedeutendes Buch (im Druck) würdigte Campi die Darstellung der Theologie des Reformators durch Peter Opitz. Insgesamt sind wichtige Bereiche des Werks des ungeheuer produktiven Kirchenleiters, Gelehrten und Briefeschreibers noch kaum oder gar nicht erforscht.

Herausragender Historiker des 16. Jahrhunderts
Die Genfer Kirchenhistorikerin Prof. Irena Backus würdigte im zweiten Hauptvortrag Bullingers Leistung als Historiker. Sie ging auf seine differenzierte Kritik des Humanismus von Erasmus ein. Der Zürcher habe von den Methoden des grossen Gelehrten gerne gelernt, aber seine Lehre vom „freien Willen“ des Menschen entschieden abgelehnt. Laut Backus war Bullinger „der erste Historiker, der die Verbindung von Humanismus und Reformation hergestellt hat“.

 
Anthony Grafton
Faszinierende Reise ins 16. Jahrhundert: Anthony Grafton
Anthony Grafton, Professor in Princeton, zeigte Bullingers nüchternen Forschergeist und sein Geschichts- und Endzeitbewusstsein anhand seiner Bemühungen um die Chronologie der Antike (Daniels Prophetie von den 70 Jahrwochen eingeschlossen) auf. Der Zürcher war „auf der Höhe der zeitgenössischen humanistischen Historiker“; er legte laut Grafton ein „ausserordentliches Niveau geschichtlichen Denkens“ an den Tag.

Für den Reformator war klar, dass alle Geschichte Gottes Umgang mit der Menschheit verdeutlichen konnte; Aufstieg und Fall von Völkern und Kulturen brachte er in Zusammenhang mit Gottes Heilsplan für die Menschheit. – Der Kongress mit 70 Haupt- und Kurzreferaten endet am Samstag.

Livenet bringt in den nächsten Tagen ein Interview mit Istvan Tökes, Lehrer der Kirche, in der Bullinger heute noch gegenwärtig ist: der reformierten Kirche in Rumänien.

Im Internet: www.unizh.ch/irg/bullinger2004.html

Autor: Peter Schmid
Quelle: Livenet.ch
Datum: 27.08.2004

  Artikel versenden
Druckansicht

  Letzte Meldungen:
International
Keine Steuergelder für Moscheen
Die italienische Regierung lehnt die steuerrechtliche Anerkennung islamischer Gemeinschaften ab. Als Grund wird Polygamie und die Missachtung von Frauenrechten angeführt. Zwischen Como und...
Religiöses
Erbarmungslose Justiz im Iran
Die drohende Steinigung der Iranerin Sakine Ashtiani empört. Die französische Präsidentengattin Carla Bruni-Sarkozy beteiligte sich mit einem offenen Brief an der Protestkampagne - und...
International
Junge Israeli und Palästinenser legten Hass ab
Zwanzig Teenager von beiden Seiten trafen sich vom 20. bis 29. August 2010 zu einem gemeinsamen Lager in Arzier am Genfer See. Trotz ihrer mitgebrachten Vorbehalte und Spannungen lernten sie,...
Vermischtes
Indischer Filmstar dreht Jesus-Film in Israel
In Bollywood ist Pawan Kalyan eine Grösse. Nun spielt er in Israel in einem Film über das Leben Jesu mit.Pawan Kalyan (39), ein bekannter Filmstar aus Indien, reiste nach Israel, um in...
Kirchen, Gemeinden, Werke
Londoner Busplakate fordern Priesterinnen
In London ist die Bus-Kampagne einer katholischen Lobbygruppe für die Priesterweihe von Frauen am 30. August angelaufen. Der Slogan «Papst Benedikt, weihe Frauen - jetzt!» sollen...

Kurzmeldungen:

Vlada erobert Roboclip-Charts
Dave Mustaine in «Guitar Hero»?
Morgen rocken Stryper in der Schweiz
Sächsischer Gemeindebibeltag: Den Glauben erkennbar leben
Spanier will nicht führender Lama sein

Newsletter
Der tägliche Newsticker per E-Mail - komfortabel am Puls der christlichen Szene! [Anmelden]

SMS-News
Topstorys per SMS, Bibel-SMS oder SMS-Gottesdienst.
Weitere Infos und Angebote: www.sms.livenet.ch

  
   TopStorys

   Erbarmungslose Justiz im Iran 
   «Genau hinschauen» – und gut hinhören 
   Der Südsudan vor der Entscheidung 
   Mit dem Browser durch Kanaan 

   Aktuell

   Londoner Busplakate fordern Priesterinnen  
   Wo ist Gott in der Stadt? 
   Kirche muss aufpassen, dass sie «nicht aus der Kurve fliegt» 
   Bibelverteilung vor Schulen bedarf keiner Bewilligung 

   Umfrage

in welcher Stadt blieb Paulus zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen, predigte das Reich Gottes mit allem Freimut ungehindert? (Apg 28,30-31)
Jerusalem
Antiochia
Rom
  Ergebnis
 Weitere Umfragen

   Suche
   
   

   Newsletter

  Profitieren Sie von unseren gratis E-Mail Angeboten:
Newsticker
Topstories
Pressekommentar
  Hier klicken um zum ganzen News-Angebot zu gelangen

   Erlebt


Copyright © 2001-2006 by jesus.ch Impressum

| Home | Sitemap | Forum | Chat | Newsletter | E-Mail | Support | Kontakt | Wer ist Jesus? | Youthmag | Service | Da Vinci Code |
| News | Magazin | Jesus | Ratgeber | Information | ERlebt | Meditation | Kreativgalerie | pixel4jesus | Livenet.ch | Gott.info | Lebenshilfe-net.ch |