Spanien: Ärzte und Akademiker gegen Fristenregelung
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Demonstration in Spanien. (Symbolbild) |
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Über tausend Ärzte, Wissenschaftler und Akademiker haben mit einem Manifest gegen das Vorhaben der sozialistischen Regierung Spaniens protestiert, die Abtreibung zu erleichtern. Frauen sollen gemäss der provisorischen Vorlage bis zur zwölften Woche der Schwangerschaft ohne Indikation abtreiben können, Teenager ab 16 auch ohne Wissen der Eltern. Die Unterzeichner, darunter über 200 Mitglieder königlicher Akademien, verweisen auf die ‘überwältigenden Beweise' dafür, dass das menschliche Leben mit der Befruchtung beginnt und sich danach kontinuierlich entwickelt. Darum müsse es in seinen frühesten Phasen als Embryo und Fötus geschützt werden. "Wir verwerfen seine Manipulation im Dienste lukrativer wirtschaftlicher oder ideologischer Interessen." Anfang März kritisierte die Spanische Evangelische Allianz das Vorgehen der Regierung als weiteres Beispiel für den Unwillen der spanischen Politik zum Dialog. So werde Demokratie totalitär pervertiert. Angesichts der körperlichen und seelischen Risiken dürfe Abtreibung nicht als einziger Ausweg hingestellt werden. Dies trage nicht zum sozialen Fortschritt bei. Dass Minderjährige sich für die Abtreibung entscheiden können, ohne die Eltern zu konsultieren, bezeichnet die Evangelischen Allianz als besonders schwerwiegend. Seit 1985 eine Million abgetrieben Der Vatikan und katholische Bischöfe hatten die Pläne der Regierung Zapatero Ende Februar scharf verurteilt. Bisher muss eine Fachperson eine Gefahr für die seelische oder körperliche Gesundheit der Mutter bestätigen - ein Gummiparagraph. 2008 wurde bekannt, dass Psychologen von Abtreibungskliniken bezahlt wurden. Die Zahl der Abtreibungen im einst streng katholischen Land hat sich zwischen 1996 und 2007 (120‘000) mehr als verdoppelt. Fast jede fünfte Schwangerschaft endet gewaltsam. Nach einem Bericht ist Abtreibung nun die Todesursache Nummer 1; seit 1985 sind über eine Million Menschen in Spanien wegen Abtreibung nicht zur Welt gekommen. Links zum Thema : Das Manifiesto de Madrid Stellungnahme der Spanischen Evangelischen Mehr zum Protest der Spanischen Evangelischen Allianz
Quellen: Livenet / LifeSiteNews
Datum: 21.03.2009
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