Nina Hagen – Gottes Posaune
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«Personal Jesus» - das Plattencover ihrer neuen Scheibe |
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«Personal Jesus» heisst das neue Album der Mutter des Punk. Längst gehört Nina Hagen zu seinem Personal.Dass sie sich nie sträubt, laut, schrill und unbeirrt gegen den Strom zu schwimmen, ist reichlich dokumentiert. Hagen ist Kult, ist Ikone, ist Punk. Der «Tagesspiegel» berichtet: «Sie kann aber auch, und das ist vielleicht der grösste Schock, brav und zurückgenommen sein. Wie auf ihrem neuen Album „Personal Jesus".» Ihre jüngste CD sei ein Herzenswunsch gewesen, der in Erfüllung gegangen sei. Als feurige Christin stelle sie sich dar, 13 Gospels, Spirituals, Traditionals und Country- oder Cajun-Songs sind auf dem neuen Album. «Ich gebe mein Bestes und sage dann: „Herr, Dein Wille geschehe."» Poetisch beschreibt der Tagesspiegel zudem: «Klar posaunt sie ihr Bekenntnis zum Christentum mit den Vuvuzelas von Jericho hinaus, womit nicht das Gospelalbum, sondern ihre öffentlichen Auftritte und eben die spirituelle Fibel „Bekenntnisse" gemeint sind. Eine religiöse Gehirnwäsche hat sie trotzdem nicht erlitten. Missionieren auf Teufel komm raus und religiösen Fanatismus nennt sie Verbrechen gegen die Menschheit.»
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Hier spricht Nina Hagen mit Radio life channel (Foto: ERF) |
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Tiefschwarze Stimme Der «Landbote» schreibt von einem überraschenden, grossen Comeback, das Album habe durchaus Hitchancen. «Personal Jesus» die x-te Coverversion eines Depeche-Mode-Hits aus den 90ern, interpretiert sie - anders als Johnny Cash - weniger brüchig, dafür sinnlich und mit tiefschwarzer Stimme, auf den Spuren echter Soulsängerinnen wie Aretha Franklin oder Candi Staton, schildert der «Landbote» und weiter: «Blues, Cajunklänge, Countryfiedel und Mundharmonika: Wer die Platte hört, kann sich dazu gut eine Autofahrt durch den «Bible Belt», den frommen Süden der USA, ausmalen, und das Folktraditional «Nobody's Fault But Mine» oder «Down At The Cross» schwellen mit inbrünstigem Chorgesang zu Gospelhymnen an.» Und «nachrichten.at» lobt: «In „Take Jesus With You", einem sehr traditionell gehaltenen Gospel-Song, wünscht man sich eine Begegnung mit der singenden Nina Hagen in einer Kirche. Da steckt so viel Seele in ihrer Interpretation, die sich in der entsprechenden Umgebung wahrscheinlich noch mehr entfalten würde.»
Autor: Daniel Gerber
Quelle: Livenet.ch
Datum: 17.07.2010
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