Johannesburg - Wenn die UNO Appelle für Nahrungsmittelhilfe in afrikanischen Ländern aussendet, werden je nach Landessprache viele, wenige oder gar keine Gelder zugesagt. Französisch- und portugiesischsprachige Länder würden "systematisch" benachteiligt, klagte Jan Egeland, der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe diese Woche.
So sei der dringende Appell für das französischsprachige Sahelland Niger (16,2 Millionen Dollar zur Hungerbekämpfung) vom Tisch gewischt worden; kein Staat habe Zusagen gemacht. Von den 12 Millionen Menschen in Niger sind nach Heuschreckenplage und Dürre über drei Millionen akut hungergefährdet. Egeland bezeichnete Niger als das am schlimmsten vernachlässigte Land der Welt.
Quelle: IPS