Steriles Saatgut bedroht Bauern und Natur
Frankfurt. Konzerne wie Monsanto und BASF haben Pflanzen gezüchtet, die ein Gift gegen den eigenen Samen produzieren. Das Saatgut wird damit steril. 1,4 Milliarden Menschen in Dritt-Welt-Ländern könnten damit keinen Samen aus der eigenen Ernte mehr gewinnen und wären den Konzernen ausgeliefert. Indien und Brasilien haben darum diese sogenannte Terminator-Technologie verboten und für sittenwidrig erklärt. An der Konferenz zum Erhalt der Artenvielfalt, die vom 20.-31. März in Curitiba (Brasilien) stattfindet, könnte der vor sechs Jahren beschlossene Verzicht auf diese Züchtungen widerrufen werden. Neben den Konzernen plädieren auch Länder wie Australien, Kanada und die USA für eine „Betrachtung von Fall zu Fall“, wie es in einem Thesenpapier heisst. Für die Hersteller ist die Selbst-Sterilisierung von Saatgut ein „Patentschutz“, für ökologisch ausgerichtete Kreise ein enormes biologisches Risiko für andere Pflanzen und ein gewaltiges wirtschaftliches Risiko für die Bauern.
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Datum: 21.03.2006
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