Regierung in Niger verbietet Medienberichte über Hungerkrise
Nairobi – Die Regierung der westafrikanischen Republik Niger will Medienberichte über eine Hungerkrise im Land verhindern. Journalisten, die über Hunger und Nahrungsmittelhilfe berichten wollten, bekämen keine Arbeitsgenehmigung mehr, erklärte Fogué Aboubacar, ein führender Beamter in Nigers Kulturministerium. Man werde die «einseitig negative Berichterstattung» unterbinden. Am Montag hatte die Regierung einem Team des britischen Fernsehsenders BBC die Drehgenehmigung entzogen. Niger mit seinen zwölf Millionen Einwohnern ist eines der fünf ärmsten Länder der Welt. Nach einer Dürre im letzten Jahr haben die Vereinten Nationen Anfang 2006 vor einer neuen Hungersnot gewarnt.
Quelle: Epd. epd-Meldungen sind urheberrechtlich geschützt, dienen nur der persönlichen Information und dürfen ohne Genehmigung durch epd nicht weiterververbreitet und nachgedruckt werden.
Datum: 12.04.2006
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