Immer weniger Eltern beten mit Kindern
Immer weniger junge Leute sind der Meinung, dass Eltern mit ihren Kindern beten sollten - egal, ob vor dem Einschlafen oder zu Tisch. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, welche die «Apotheken Umschau» in Auftrag gegeben hat. Nur eine Minderheit der jüngeren Generation ist noch der Meinung, Eltern sollten mit ihren Kindern täglich beten. Selbst Kirchenmitglieder verlässigen das Gebet mit Kindern. Einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der «Apotheken Umschau» zufolge sind vor allem die jüngeren Leute immer weniger der Meinung, Eltern sollten mit ihren Kindern beten - egal, ob nun Gute-Nacht- oder Tischgebete. Spricht sich bei den Senioren ab 70 Jahren noch knapp jeder Zweite (44,4 Prozent) für ein tägliches Gebet mit den Kindern aus, sind dies bei den Befragten unter 40 Jahren nur noch weniger als ein Viertel (23,3 Prozent). Auch Kirchgänger vernachlässigen Gebete Wie die Umfrage auch herausfand, ist nicht einmal die Mehrheit der Männer und Frauen für Tisch- oder Gute-Nacht-Gebete für Kinder, die derzeit Mitglied einer christlichen Kirche sind. Von ihnen halten nur vier von zehn (39,3 Prozent) das tägliche Beten mit Kindern für wichtig. Jens-Peter Iven von der Evangelischen Kirche im Rheinland setzt diesem Befund die starke Nachfrage nach Materialien zur Initiative «Beten 09» entgegen. Er mache die Erfahrung, dass gerade jüngere Eltern das Gebet als Möglichkeit sähen, mit ihren Kleinen ins Gespräch zu kommen. Iven: «Das Thema Beten ist nicht so tot, wie die Zahlen es glauben machen.» Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, erklärte: «Wenn die Umfrage empirische Relevanz hat, besteht hier ein Mangel. Das Gebet als persönliche Zwiesprache zwischen Gott und Mensch, da, wo Gott zum Du für den Menschen wird, ist unverzichtbar.» Diese repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins «Apotheken Umschau» wurde von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.917 Frauen und Männern ab 14 Jahren, darunter 1221 Mitglieder einer christlichen Kirche, durchgeführt. Quelle: Apotheken Umschau/ots
Datum: 23.11.2009
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