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Bibelstudium: Matthäus 4,12-17

Hoffnung für alle, die von Gott nichts wissen
12 Als Jesus hörte, dass man Johannes verhaftet hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. 13 Er verliess Nazareth und wohnte in Kapernaum am See Genezareth, im Gebiet von Sebulon und Naphtali. 14 Damit erfüllte sich das Wort Jesajas: 15 "Du Land Sebulon und Naphtali, Land am See und jenseits des Jordan, du gottloses Galiläa, höre zu! 16 Das Volk, das in der Finsternis wohnt, sieht ein helles Licht. Alle lebten im Schatten des Todes. Jetzt aber fällt strahlendes Licht in ihr Leben."5 17 Von da an begann Jesus zu predigen: "Ändert euch von Grund auf! Kehrt um zu Gott! Denn die Herrschaft Gottes bricht jetzt an!"

Übersetzung: Hoffnung für Alle

Kommentar
 
Bibelstudium
Der Dienst Jesu in Juda, der etwa ein Jahr dauerte, wird von Matthäus nicht erwähnt. Dieses eine Jahr wird in Johannes 1-4 behandelt und liegt zeitlich zwischen Matthäus 4,11 und 4,12. Matthäus führt uns von der Versuchung direkt zum Dienst in Galiläa.

4,12 "Als er aber gehört hatte, dass Johannes der Täufer ins Gefängnis geworfen worden war", erkannte er, dass dies ein Vorzeichen seiner eigenen Ablehnung war. Wenn das Volk den Vorläufer des Königs ablehnte, dann lehnten sie damit praktisch auch den König ab. Aber es war nicht Angst, die ihn nach Norden nach Galiläa trieb. In Wirklichkeit begab er sich in die Mitte des herodianischen Reiches - in das Reich des gleichen Königs, der gerade erst Johannes ins Gefängnis geworfen hatte. Indem er in das Galiläa der Heiden ging, zeigte er, dass seine Ablehnung durch die Juden dazu führen würde, dass das Evangelium den Heiden gepredigt wird.

4,13 Jesus blieb in Nazareth, bis die Bevölkerung ihn zu töten versuchte, weil er die Errettung der Heiden verkündigt hatte (s. Lk 4,16-30). Dann ging er nach Kapernaum am See Genezareth, in ein Gebiet, das ursprünglich von den Stämmen Sebulon und Naftali bewohnt wurde. Von dieser Zeit an wurde Kapernaum zu seinem Hauptquartier.

4,14-16 Der Umzug Jesu nach Galiläa war eine Erfüllung von Jesaja 9,1.2. Die unwissenden, abergläubigen Heiden, die in Galiläa wohnten, sahen ein grosses Licht - d. h. Christus, der das Licht der Welt ist.

4,17 Von da an griff der Herr Jesus die Botschaft auf, die Johannes gepredigt hatte: "Tut Busse, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen!" Es war ein weiterer Ruf zu moralischer Erneuerung als Vorbereitung für sein Königreich. Das Reich war nahe in dem Sinne, dass der König nun anwesend war.


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

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