Nationalratswahlen: Eric Nussbaumer

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Nussbaumer Eric
Name, Vorname: Nussbaumer-Wälti Eric
Partei, Kanton: SP, Baselland
Alter: 43
Zivilstand, Kinder: verheiratet, 3 Kinder (21,19,17)
Wohnort: Frenkendorf
Beruf, heutige Funktion: Dipl. Elektro-Ingenieur HTL, Geschäftsleiter
Bisherige Ämter: Landrat seit 1998, Mitglied Gemeindekommission seit 1992, Parteipräsident SP Baselland seit 1999
Kirchenzugehörigkeit: Evang.-methodistische Kirche Liestal-Frenkendorf
Hobbies: Gelegentlich einen Orientierungslauf, Fussball, Handball und Joggen. Faulenzen und Diskutieren.
Homepage: www.eric-nussbaumer.ch

In welchem Sinn motiviert Sie der Glaube an Jesus Christus zu politischer Tätigkeit?
Ich verstehe meine Glaubenserfahrung nicht nur als „innerer Frieden“ sondern auch als Aufforderung, mich in der Gesellschaft zu engagieren.

Welche Eigenschaften unseres Gemeinwesens, der Eidgenossenschaft, möchten Sie als Politiker aus christlicher Überzeugung stärken?
Der sorgfältigere Umgang mit Minderheiten. Dafür sorgen, dass die persönliche Entscheidungsfreiheit des Einzelnen respektiert wird und dass gesellschaftliche Solidarität gestärkt werden kann.

Wie beten Sie für die Schweiz und ihre Behörden?
Mal so, mal anders. Ich bete eher für Menschen, denn für Nationen.

An welchen Punkten, auf welchen Ebenen muss eine Gesundung des Gesundheitswesens realistisch angegangen werden?
In der Spitzenmedizin. Zuviel läuft noch nach dem Kantönligeist. Viel stärkere, regionale Spitalplanungen von Seiten des Bundes durchsetzen. Die integrierte Gesundheitsversorgung (Idee des Behandlungspfades) muss stärker gefördert werden.

Wenn der Bund sparen muss, wo soll er Schwerpunkte setzen?
Strassenbau, Baustandard generell im Hoch- und Tiefbau, Militär; keine Steuergeschenke an die Reichsten.

Welche Ziele soll die Drogenpolitik verfolgen? Was soll der Staat bezüglich Cannabis-Konsum tun?
Gesundheitsförderung im Frühbereich. Alles unterstützen, das darauf zielt, dass aus Kindern und Jugendlichen Persönlichkeiten mit Selbstwertgefühl werden. Hilfe für die Süchtigen erhalten. Der Cannabis-Konsum soll straffrei werden - verbunden mit einem gesetzlichen Jugendschutz. Und dann dafür sorgen, dass dieser Jugendschutz für alle Drogen durchgesetzt werden kann.

Wie soll sich die Schweiz in Europa positionieren - was kann sie einbringen?
Die Schweiz kann nicht ewig abseits stehen. „Macht mit uns einen Sondervertrag“ ist langfristig kein Ziel für einen Staat inmitten Europas. Wir gehören über kurz oder lang in die EU (die durchaus noch Reformbedarf hat) , weil die gegenseitigen Abhängigkeiten und Chancen immer wichtiger werden. Wir sollten mitgestalten, statt einfach nachzuvollziehen.

Was möchten Sie während Ihrer Amtszeit in Bern verändern?
„Den Menschen ins Spiel bringen“. Immer dafür sorgen, dass der Mensch und die Schöpfungsbewahrung vor dem Geld kommt. Eine Neuausrichtung in der Schweizer Energiepolitik ist dringend, weg vom Atomstrom, hin zu mehr erneuerbarer Energie.

Wie würde Jesus, wenn er als Wanderprediger heute ins Bundeshaus käme, auftreten - und was ansprechen?
„...wohl denen, die nicht nur für sich scheffeln, sondern dafür sorgen, dass die Armut und Ungerechtigkeit bekämpft wird. Wohl denen, die dafür sorgen, dass die Umwelt nicht noch mehr ausgebeutet wird. Wohl denen, die sich nicht nur Sorgen um den Finanzplatz machen, sondern dafür sorgen dass die Menschen Arbeit haben und Sinn finden.“

Datum: 07.10.2003

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