Bibelstudium: Matthäus 4,18-22

Vier Fischer folgen Jesus

18 Am See Genezareth sah Jesus zwei Brüder: Simon, der später Petrus genannt wurde, und seinen Bruder Andreas. Sie waren Fischer und warfen gerade ihre Netze aus. 19 Jesus rief ihnen zu: "Kommt mit mir! Ich will euch zeigen, wie ihr Menschen für Gott gewinnen könnt."6 20 Da liessen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. 21 Etwas später sah er am Strand zwei andere Fischer, die Brüder Jakobus und Johannes. Sie sassen mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und flickten Netze. Auch sie rief Jesus zu sich. 22 Sofort verliessen sie das Boot und ihren Vater und gingen mit Jesus.

Übersetzung: Hoffnung für Alle

Kommentar

Zoom
4,18.19 In Wirklichkeit werden Petrus und Andreas hier zum zweiten Mal berufen. In Johannes 1, 35-42 wurden sie zur Errettung berufen, hier werden sie zum Dienst berufen. Petrus und Andreas waren Fischer, doch Jesus berief sie zum Menschenfischen. Ihre Aufgabe war es, Christus zu folgen. Seine Aufgabe war es, sie zu erfolgreichen Fischern zu machen. Ihre Nachfolge bestand nicht nur darin, Jesus im physischen Sinne nahe zu sein. Sie sollten dem Herrn im Charakter ähnlich werden, einen Dienst charakterlicher Stärke tun. Was sie waren, war wichtiger als das, was sie sagten oder taten. Ebenso wie Petrus und Andreas sollen wir der Versuchung widerstehen, echtes geistliches Leben durch Beredsamkeit, Persönlichkeit oder schlaue Argumente zu ersetzen. Indem er Christus nachfolgt, lernt der Jünger dorthin zu gehen, wo die Fische schwimmen, den rechten Köder zu benutzen, Unannehmlichkeiten zu ertragen, geduldig zu sein und sich selbst im Hintergrund zu halten.

4,20 Petrus und Andreas hörten den Ruf und folgten sofort. In echtem Glauben verliessen sie ihre Netze. In treuer Hingabe folgten sie Jesus nach.

4,21.22 Der nächste Ruf erreichte Jakobus und Johannes. Auch sie wurden sofort Jünger. Sie verliessen nicht nur ihre Arbeitsstätte, die ihnen den Lebensunterhalt sicherte, sondern auch ihren Vater. Dadurch bekannten sie, dass Jesus die erste Priorität vor allen irdischen Bindungen hatte.

Indem sie dem Ruf Christi folgten, wurden diese Fischer Schlüsselfiguren in der Evangelisation der Welt. Wären sie bei ihren Netzen geblieben, hätten wir nie etwas von ihnen gehört. Es ist in dieser Welt ein grosser Unterschied, ob man die Herrschaft Jesu anerkennt oder nicht.


Quelle: Kommentar zum Neuen Testament - William McDonald

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Jesus begegnet den Jüngern 16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa zu dem Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. 17 Als sie ihn dort sahen, fielen...
Die Lüge der Wachmannschaft 11 Nachdem die Frauen das Grab verlassen hatten, liefen einige von der Wachmannschaft zu den Hohenpriestern in die Stadt...
Jesus lebt 1 Als der Sabbat vorüber war, am frühen Sonntagmorgen, gingen Maria von Magdala und die andere Maria hinaus an das Grab.2 Plötzlich fing...
55 Viele Frauen aus Galiläa waren mit Jesus zusammen nach Jerusalem gekommen. Sie hatten für ihn gesorgt, und jetzt beobachteten sie das Geschehen...

Information

Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

Konzerte in Basel, Wädenswil, Neuchâtel 15.-17.3
Das Seminar für Frauen, die sich nach frischem Wind in den Segeln ihres Lebens sehnen…
xplore passion: praxisnah – lebensverändernd – nachhaltig
Weekend vom 17. bis 19. Februar 2012 in der New International Church