Frage zum Jahresanfang

Haben Sie Ziele?

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Für viele Menschen sind Ziele wichtig, nicht nur beruflich, sondern auch privat. Sie denken: Wer sich keine Ziele setzt, der erreicht auch nur wenig. Besonders zu Beginn eines Jahres setzen sich viele neue Ziele.

Um ein Ziel zu erreichen, muss man einiges einsetzen: Geld, Zeit, Kraft, manchmal Kreativität und vieles mehr. Menschen, denen das Thema «Ziele» eher fremd ist, sollten sich einmal fragen, wofür sie ihre freien Möglichkeiten an Zeit, Kraft und Geld stattdessen einsetzen.

Überlegen Sie, wohin ihre Zeit außerhalb von Ausbildung und Beruf geht. Wofür geben Sie gerne Geld aus? Was wäre Ihre Anschaffung, wenn Sie 10.000 Euro zur freien Verfügung hätten? Womit würden Sie sich beschäftigen, wenn man Ihnen drei Monate Freizeit schenken würde

«Mit aller Kraft»

Paulus, ein christlicher Lehrer, der in einer Region lebte, die heute zur Türkei gehört, schreibt in einem Brief, er sei auf ein Ziel hin unterwegs, und vergleicht sich mit einem Läufer: «Mit aller Kraft laufe ich darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat uns Gott durch Jesus Christus berufen.» (Die Bibel, Brief an die Philipper, Kapitel 3, Vers 14)

Das «Leben in der Herrlichkeit Gottes» – das war das grosse Ziel, auf das sich Paulus konzentrierte. Und weiter schreibt er: «Noch habe ich den Preis nicht in der Hand. Aber eins steht fest: Ich will alles vergessen, was hinter mir liegt, und schaue nur noch auf das Ziel vor mir.» (Phil. 3,13)

Der Blick zurück

Ist Zurückschauen also immer unangebracht, wenn es um Ziele geht? Die Fähigkeit zurückzublicken, sich zu erinnern, Menschen und Erlebnisse nicht zu vergessen –das gilt in unseren Breiten als sympathisch und klug. Doch dieses Zurückschauen kann eben auch hinderlich sein. Warum?

  • Weil es Zeit und Energie kostet, die einem dann zum Laufen fehlt. Manche leben mehr in der Vergangenheit, als in der Gegenwart.
  • Weil man manchmal mehr damit beschäftigt ist, Fehler zu vermeiden, als etwas Bestimmtes zu tun. Das ist so, als würde man mit angezogener Handbremse fahren wollen.
  • Weil man aus Vergangenem auch falsche Lehren ziehen kann. Festlegungen wie «Mit dem werde ich nie mehr zusammenarbeiten» oder «So werde ich das bestimmt nicht mehr machen» sind nur bedingt hilfreich, denn dadurch kann man wichtige Gelegenheiten verpassen.

Veränderung

Ziele führen über das hinaus, was ist. Wer sich Ziele setzt, der sagt, «ich will, dass es anders wird, dass es nicht so bleibt, wie es ist». Paulus erlebte, dass an dem Tag, als er Christ wurde, sein Leben ein anderes Ziel bekam. Er wusste, dass er ein neues Leben geschenkt bekommen hatte, das über das, was er als von sich aus erreichen kann, weit hinausgeht.

Und deshalb warnt Paulus vor dem Blick zurück und sagt: «Halte an dem fest, was du von Jesus Neues geschenkt bekommen hast, und lass’ das Alte zurück. Sonst machst du es dir unnötig schwer, das neue Ziel wirklich zu verfolgen.»


Autor: Nobert Abt
Quelle: Jesus.ch

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