Für dich und mich

Ostern: die Therapie danach (6/6)

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Das Ereignis stellt die Wirklichkeit auf den Kopf: Jesus ist von den Toten auferweckt worden. Er ist sich nicht zu gut dafür, seinen Freunden wieder auf die Füsse zu helfen.
 
Still liegt er da, der See Genezareth in Galiläa. Da fällt es den Anhängern von Jesus leichter, den Tumult der letzten Tage in Jerusalem zu verarbeiten. Jesus verhaftet, verurteilt, hingerichtet – und dann von den Toten auferweckt! Das ist zu viel auf einmal. Und wie soll es nun weitergehen? Am meisten treibt diese Frage Petrus um, der unter den Anhängern das Wort führte. Er hat in jener Katastrophennacht, als Jesus gefesselt vor die Priester gezerrt wurde, dreimal behauptet, ihn gar nicht zu kennen.
 
«Ich gehe fischen», sagt Petrus den andern, die bei ihm sind. Fischen kann er – sollte er sich nach dem Versagen wieder dem alten Beruf widmen? Die Freunde schliessen sich an. Sie fangen nichts – kein Fisch verfängt sich im Netz. Petrus schweigt ratlos. Der Morgen dämmert. Sie nehmen am Ufer einen Mann wahr. Er fragt nach Fischen. Die können sie nicht bieten. «Werft das Netz nochmals aus – rechts», sagt der Mann. Was für ein Tipp nach dem Misserfolg! Doch plötzlich zappeln Fische im Netz, so dass es kaum einzuziehen ist.
 
Das muss Jesus sein! Für Petrus gibt es kein Halten mehr. Er springt ins Wasser, schwimmt ans Ufer. Jesus hat ein Feuer gemacht und bereits Fische gebraten. Brot liegt daneben. «Kommt und esst», sagt er. Keiner wagt, ihn auszufragen. Und dann redet er mit Petrus und fragt ihn: «Liebst du mich?» Mit dem Gespräch heilt er die Wunde, die jene Nacht in Jerusalem aufgerissen hat. Petrus merkt: Er darf auf dem Weg bleiben, den Jesus ausgesteckt hat (Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 21, Verse 1-19).

Ostern ist für dich und mich. Jesus hat die Nahrung für den inneren Menschen. Er kennt Wege aus den Sackgassen der Seele. Wunden, die das Leben uns schlägt, sind bei ihm gut aufgehoben.

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Gründonnerstag: Das letzte Mahl (1/6)


Quelle: Jesus.ch

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