Die Sensation sprengt alle Vorstellungen: Jesus ist auferstanden –
wahrhaftig auferstanden! Nicht als Geistwesen entschwunden, sondern mit
verwandeltem Leib wieder da. Mit ihm, dem Mann aus Nazareth, lanciert Gott die
neue Schöpfung. Das ist an einem Tag nicht zu fassen…
Das Grab im Felsen ist offen – und leer! Die Frauen haben in der Frühe
die Leiche einbalsamieren wollen. Da liegen noch die Tücher, in die man den
Toten wickelte; doch nun ist er nicht mehr da. «Frau, was weinst du? Wen suchst
du?»“ fragt jemand Maria Magdalena, die verwirrt vor dem Grab steht. Er sagt
ihren Namen. Sie erkennt – Jesus! Er lebt! Berühren soll sie ihn nicht. Er lebt
in einer anderen Dimension, aus der ewigen Kraft Gottes, die seinen Leib
verwandelt hat.
Der engste Kreis der Anhänger ahnt noch nichts davon. Der
Schock der Hinrichtung von Jesus sitzt tief. Sie fürchten die Tempelpolizei und
haben sich eingeschlossen, um der Verhaftung zu entgehen. Maria Magdalena
berichtet ihnen, dass Jesus ihr erschienen ist. Sie glauben ihr nicht. Am Abend
tritt der Auferstandene durch die verriegelte Tür. Jesus steht in ihrer Mitte
und grüsst sie: «Friede sei mit euch» (Die Bibel, Johannesevangelium, Kapitel 20, Verse 1-21).
Ostern ist für mich und dich. Was da geschieht, begreifen
wir zwar nicht – aber es eröffnet eine neue Dimension. Ostern ist nicht ein
Wunder unter andern, sondern das Wunder: Jenseits dieser Welt aus Raum und
Zeit, in der alles vergänglich ist und auf den Tod hin läuft, schafft Gott in
Jesus, in seiner Auferstehung die neue, ewige, unzerstörbare Welt. An Ostern
passiert es: «Christus Jesus hat den Tod besiegt und hat aufleuchten lassen
Leben und Unsterblichkeit», schreibt Paulus, der den Auferstandenen mit eigenen
Augen gesehen hat (2. Brief an Timotheus, Kapitel 1, Vers 10). Ostern ist das Fest des Lebens.
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...