Der Heilige Geist: Die Tour (1/5)

Gott ist konkret erfahrbar. Er begegnet jedem Menschen, der ihn darum bittet, mit seinem Geist. Doch wer oder was ist dieser "Heilige Geist" genau?

Christen glauben an einen Gott. An den liebenden Schöpfer, der Himmel und Erde gemacht hat. So weit so gut. Gleichzeitig aber ist dieser eine Gott in sich selbst eine liebevolle "Gemeinschaft". Schon die frühen Kirchenväter haben das im Prinzip der "Dreieinigkeit" zu erklären versucht. Gott ist ein Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Während sich viele Menschen unter Gott, dem himmlischen Vater, und Jesus, seinem Sohn, noch etwas vorstellen können, ist es für die meisten nicht leicht, den Heiligen Geist "einzuordnen".

Kein unpersönliches "Es"

Der Heilige Geist ist aber ebenfalls Gott selbst. Ohne ihn gäbe es keine Schöpfung, keine Auferstehung, keine Erlösung, keine Bibel, keine Veränderung im Menschen, keine Gemeinschaft von Christen. Viele glauben, der Heilige Geist sei nur eine anonyme Macht oder Kraft - ein unpersönliches "Es", das vielleicht spontan und unvorhersehbar auftritt. Doch sie verwechseln Persönlichkeit mit Sichtbarkeit. Gottes Geist ist für menschliche Augen ebenso wenig sichtbar wie der auferstandene Christus heute; das ändert jedoch nichts an seinem Wesen als Person.

Der Heilige Geist besitzt alle Eigenschaften einer Persönlichkeit: Einen Verstand, der mit den Gedanken Gottes erfüllt ist, Gefühle, die von uns Menschen erfreut oder betrübt werden können und einen Willen, mit dem er beispielsweise der Gemeinde Gottes Gaben zur Verfügung stellt. Er handelt und reagiert als Person, er liebt als Person und er will aufgenommen werden als Person. Gleichzeitig ist er ebenso eine unendliche Quelle der Kraft und des erfüllten Lebens.

Der Heilige Geist ist von seiner Identität her genauso erfahrbar wie Gott, der Vater, und Jesus, der Sohn, denn jedem Menschen, der ein Leben mit Gott führen möchte, gibt sich Gott im Heiligen Geist zu erkennen. Der Heilige Geist schenkt uns ein "neues Herz", um ihn zu lieben und einen Willen, um ihm zu gehorchen. Und er macht uns fähig dazu, Gottes Willen mehr und mehr zu tun. Nur aus seiner Kraft heraus kann und wird Christsein (und wirkliches Leben) gelingen.

>> Gottes Geist in uns.


Quelle: Neues Leben

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Auferstehung
Karfreitag, der Tiefpunkt. Jesus stirbt brutal am Kreuz und erfüllt dadurch seine Mission. Damit könnte die Geschichte enden. Doch Gott ist grösser....
Ein Tag, der alles verändert
Welcher normale Mensch kann heutzutage noch an Ostern glauben? Dass Gottes Sohn auf dieser Welt brutal hingerichtet wird und dann von den Toten...
Jünger am Boden zerstört
Jesus ist tot. Und Petrus am Boden zerstört. Dreimal hat er Jesus verleugnet. Jetzt ist der Weggefährte ein gebrochenes Häufchen Elend. In den...
Was im Leben wirklich zählt
Hat der Tod einen Sinn? Der Blick auf die eigene Endlichkeit kann das Leben zumindest leidenschaftlicher machen, sagt der Autor Uwe Schulz. Er hat...

Information

Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

Tag für evangelistischen Gemeindebau am 13. Juni 2015 in Winterthur