Wiänachtsgschicht uff Glaarner-Tüütsch

Wo ds Jeses-Chindli uff d Wält chuu isch

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Wänn Häiligä-n-Aaabed isch, wiirt uf dr ganzä Wält di gliichlig Gschicht vrläsä. Uufgschribä hätt-si dr Evangelischt Lukas im zwäitä Kapitel, vum eerschtä bis zum zwänzgischtä Värs.

Ebä duä, wo's nuch ä-n-uumäärs Röömer-Riich ggii hätt, isch dr Käiser Auguschtus äm Ruäder gsii. Deer hätt ämaal bifolä, all Lüüt, wo im röömischä Riich dähäimä siged, müäsed uff Rödel uufgschribä wäärdä.
Ä söttigi Volggs-Zellig häig's drvoor nuch gaar niä ggii. Iätweda hätt müäsä i diä Schtadt guu, wo-n'r häär isch, gu dr Namä-n-aagiih.

Im "Häiligä Land, we mä hütt säit, ds Naazärett, hätt ä Josef gläbt, wo vum König Tafi naachä gsii isch. Und der Tafi sig schiints ds Beetläheem uf d Wält chuu. Dett härä, ebä-n-uff Beethlämeem, hätt deer Josef müäsä räisä.

Hööch i dr Hoffnig isch au sini jung Frau Mariia biinem gsii. Ds Beetläheem hätt'r si dä zant dr Mariia iischriibä luh.

Nuch ds Beethläheem hätt d Mariia ires eerscht Chind, ä Buäb, üb'rchu. Si hätt-nä i Windlä iigwigglet und inäs Fuäter-Chrippli inägläit, imä Gadä, will-si im Gaschthuus sust ä-kä Platz ghaa häiged.

Abr i dr gliichligä Nacht händ verussä uffem Fäld ä paar Hiirtä irnä Schääflänä gluäget. Plötzli chunnt ä-n-Ängel zuänä und isch vu ds Härgottä Liächt hell umschtraalet. De Hiirtä siged zeerscht eeländ zämägfarä und mäinäid erschroggä.

Chuum isch deer Ängel glandet, säit'r zu denä Hiirtä: "Hee! Ihr mönd kä-n-Angscht haa! Ich bring-ech di grööscht Freud für all Lüüt uff derä Wält: Hinecht isch ds Beetläheem, wo schu dr König Tafi geborä-n-isch, dr Retter uf d Wält chuu. Ihr planged ja schu lang uffnä! Äs isch Chrischtus, dr Heer. Wänn'r gönd gu luägä, gfinded'r äs Chind, iigwigglet i Windlä, imänä Chrippli!"

Hööch vum Himel sind uff zmaal ä-n-uumäärä Huuffä-n-Ängel daa gsi, wo dr Härgott gloobet händ: "Äm Härgott im Himel kört alli Eehr und dr Fridä chäm uf d Wält, für all Lüüt, wo-bim Härgott i Gnaad sind."

Taaghell sigs gsii, bis de Ängelschaar dä wider im Himel ufä sig. Duä händ de Hiirtä zunänand gsäit: "Chänd, mir gönd wäidli uff Beetläheem. Mer wänd gu luägä, was dett gschii isch und vu waas as ds Härgottä-n-Ängel gredt händ."

Einä um dr ander siged-si dä hantli uff daas Beethläheem und häiged-s' nämä nuch gag-glii fundä: D Mariia und dr Josef und äs Chind i dr Chrippä. Wo si dä das Chind gseeh händ, händ d Hiirtä afu vrzellä, was-nä dr Ängel voranä gsäit hätt. Alls, wo irä Pricht kört hätt, hätt gschtuunet. D Mariia abr hätt-si jedes Woort gmerggt, immer wider drüber naachätänggt und hätt-s' irer Läbtig niä meeh vrgässä.

Nachhäär händ dä d Hiirtä wider müäsä zu irnä Schaaf zrugg. Si händ dr Härgott globet und händ-em tangget für daas, wo-si de Nacht gkört, gseeh und erläbt händ. Und alles sig preziis äso gsii, we-ne's dr Ängel drvoor schu gsäit gkaa häig.

Übertragen ins Glarnerdeutsch von Fridolin Hauser


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