Reformierter Alpensegen

Gebetsrufe auf Luzerns Dächern

Auf zehn Luzerner Dächern soll während einer Woche ein «Stadtsegen» ausgerufen werden. 20 Sängerinnen und Sänger tragen die Gebetsrufe vom 17. bis 24. September jeweils um 18.30 Uhr gleichzeitig durch grosse hölzerne Trichter vor.

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Die Bevölkerung ist aufgerufen, selber an die Holztrichter zu treten. (Foto: Loba Town).
Grund für diese spezielle, dem traditionellen Alpsegen nachempfundene Aktion ist das 150-Jahr-Jubiläum der reformierten Stadtluzerner Matthäuskirche.
 
Der «Stadtsegen» wird von Dachterrassen, Balkonen und Türmen zwischen der Matthäus- und der Lukaskirche, ebenfalls reformiert, ausgerufen. Er soll ein traditionell schweizerisches Element im städtischen Raum auf neue Art präsentieren. «Der Alpsegen, das Loba, wird dabei nicht im klassischen Sinn aufgenommen. Die Form ist zwar gleich, aber aus den Trichtern kommen neue Texte», erklärte Stefan Sägesser, Kommunikationsbeauftragter der reformierten Kirche, gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung.

Rapper-Texte

Die Texte, die durch die bis zwei Meter grossen Schalltrichter - so genannte Follen - ausgerufen werden, stammen von den jungen Luzerner Rappern Luzi Rast, Angel Egli und Marc-André Wermelinger. Die Inhalte basieren auf Interviews, welche die Rapper mit Stadtbewohnerinnen und -bewohnern geführt haben.
 
Sägesser räumt ein: «Die Tatsache, dass uns in der Vorbereitungsphase auch Skepsis entgegenschlug, zeigt, dass die Idee speziell, vielleicht auch ein bisschen gewagt ist.» Die Bevölkerung ist aufgerufen, jeweils nach den Sängern selber an die Holztrichter zu treten und der Stadt Luzern ihre Wünsche und Gedanken entgegenzurufen. Ähnliche Aktionen sind auch in den Städten Zürich, Bern, Basel und Lausanne durchgeführt worden.
 
Webseite:
Loba Town


Quelle: Neue Luzerner Zeitung / Kipa

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