30 Tage Gebet: Die Kachchi

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Im islamischen Fastenmonat Ramadan beten Christen für Muslime, jeden Tag mit einem anderen Fokus. Heute Infos über das Volk der Kachchi.

Die Kachchi leben in vielen Ländern der Erde, z. B. in Kenia, Malawi oder Tansania. Ihre Heimat ist jedoch Indien bzw. die sumpfige Ebene an der Grenze zwischen Pakistan und Indien. Kriege und Unruhen führten unterschiedliche Volksgruppen in diese Gegend. Viele dieser Gruppen nahmen die Sprache „Katschi" an. Die meisten Kachchi sind Muslime, einige sind Hindus, wenige sind Christen (in Kenia).

Rund 800‘000 Kachchi leben heute in Indien, etwa 50‘000 in Pakistan. Es gibt aber auch höhere Schätzungen, die von bis zu 2,5 Mio. Menschen ausgehen. Die Kachchi sind stolz darauf, dass sie Handwerker und Bauern sind. Andere waren früher Seefahrer und haben sich vor vielen Jahren an den Küsten von Kenia, Tansania und Malawi niedergelassen, um den immer wiederkehrenden Unruhen und der Hoffnungslosigkeit ihrer niederen Hindu-Kaste zu entfliehen. Heute leben viele Kachchi im nördlichen Teil von Gujarath. Andere sind nach Europa, Kanada, aber auch in den Jemen oder nach Oman ausgewandert.

Der Übertritt der Kachchi zum Islam wird muslimischen Missionaren im 15. und 16. Jahrhundert zugeschrieben. Sie kamen unter den Mogul-Herrschern auch in die Gegend von Gujarat. Viele der Kachchi wissen nur wenig über den Islam. Im täglichen Leben mischen sich hinduistische Lehren und ein traditioneller Glaube an Geister und Ahnen mit islamischen Elementen. Der Volksislam, gepaart mit Angst vor Flüchen und Magie, hält diese Menschen in Angst .

In Ostafrika leben etwa 40.000 Kachchi, und zwar vorwiegend in den Küstenstädten. Sie sind sehr freundlich und hilfsbereit, doch grenzen sie sich gegenüber anderen Muslimen stark ab. Mit ihren afrikanischen Nachbarn verstehen sie sich jedoch sehr gut und nehmen es als Kompliment, wenn sie für Einheimische gehalten werden. Sie sind die am Besten integrierte indische Volksgruppe in Afrika. Die meisten Kachchi in Ostafrika haben keine Verbindung mehr nach Indien oder Pakistan und fast alle sind Bürger der jeweiligen Länder.

Die Kachchi-Sprache gibt es bisher nicht in geschriebener Form. Sie ist verwandt mit dem Gujarati, einer der indischen Hauptsprachen. An einer Bibelübersetzung wird zur Zeit noch gearbeitet. Der Jesusfilm und verschiedene Bibelteile existieren bereits. Nach Auffassung vieler Kachchi ist Jesus nur das, was der Islam lehrt - ein Prophet, ein guter Mann und Lehrer, aber nicht der Sohn Gottes.

Die meisten Kachchi vertrauen finsteren Mächten in allen Bereichen ihres Lebens. Sie feiern regelmässige Feste, an denen sie die Geister anrufen. Auch pilgern sie zu Gräbern von heiligen Kachchi-Männern, um dort ihren Glauben zu erneuern. Mittlerweile gibt es ein Netzwerk von verschiedenen Organisationen in Indien, das die Kachchi mit der biblischen Botschaft bekannt machen will. In Ostafrika und in der Diaspora ist die Zahl der Mitarbeiter unter den Kachchi sehr niedrig. Es gibt dort nur wenig Kachchi-Christen.

Gebetsanliegen

  • Mehr Mitarbeiter für die Arbeit unter den Kachchi in den Küstenstädten Ostafrikas.
  • Die Fertigstellung der Bibel in der Kachchi-Sprache.
  • Gottes Wirken unter der Volksgruppe der Kachchi, damit sie Jesus Christus als ihren Befreier erkennen.

Der Gebetskalender für die 30 Tage des Ramadan online

Quelle Text und Bild: Deutsche Evangelische Allianz / SEA

Datum: 15.09.2009

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