Urvertrauen

Gott meint es gut mit dir

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Jesus tritt auf in Galiläa, unter den Armen. Sie kämpfen um ihre Existenz. Ein harter Alltag. Der Wanderprediger hat auch kein Luxusleben – nicht mal eine feste Schlafstelle für die Nacht.

«Gib uns heute unser täglich Brot»: Wenn er diese Worte zum Vater im Himmel betet, dann weil er selbst keine Vorräte hat. Er legt auch keine an. «Irdische Schätze fressen die Motten und der Rost», sagt er einmal spitz. Er lässt sich nicht vergolden.

Und doch ist Jesus reich. Wer ihm zuhört, wer mit ihm geht und bei ihm bleibt, spürt diesen Reichtum, den verborgenen Schatz, von dem der Mann aus Nazareth zehrt. Jesus lebt davon, dass er den Willen des Vaters tut. Alle seine Worte und Handlungen drücken eine tiefe Harmonie mit Gott im Himmel aus.

Dabei rückt Jesus immer wieder eine Eigenschaft Gottes in den Vordergrund: Er ist gütig. Hey, sagt Jesus, fasst es doch: Gott meint es gut mit euch. Ihr seid weit weg vom prunkvollen Tempel von Jerusalem – aber wenn ihr Gott echt vertraut, ist er unter euch gegenwärtig, ist er da. Und ihr seid reich.

Gott meint es gut mit euch, sagt Jesus, mitten in der Armut. Gott ist in seiner Heiligkeit gerecht – aber auch unsagbar gütig. Wie ein Vater, dem nichts mehr Freude bereitet, als seine Kinder zu beschenken. Wer (aus welchen Gründen auch immer) nicht mit der Güte Gottes rechnet, haut daneben im Leben.

Unvollkommene Menschen mit unlauteren Motiven zieht Jesus zum Vergleich heran: Sie können ihren Kindern durchaus Gutes geben; «wie viel mehr wird dann euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn darum bitten» (Matthäus 7,10).

Gott meint es sogar gut mit den Menschen, die nichts von ihm wissen wollen. «Er lässt seine Sonne über Bösen und Guten aufgehen und lässt es regnen für Gerechte und Ungerechte» (Matthäus 5,45). So gut, so grosszügig ist Gott. Mit Jesus zieht diese Güte des Vaters ein in die düsteren Winkel, dort wo Armut, Selbstsucht, Neid und Habgier herrschen.

Gott ist gütig – das ist auch eine unerhörte Herausforderung: Ihr sollt leben wie Kinder dieses Vaters, indem ihr auch die schätzt und liebt, die euch die kalte Schulter zeigen, sagt Jesus. «Liebt eure Feinde» – dieser Satz, einer der kühnsten der Bibel, hat seinen Grund darin, dass der Vater im Himmel unvorstellbar gütig ist.

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Den Gott der Liebe kennen lernen 


Quelle: Jesus.ch

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