Frühjahrsputz für die Seele

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Auch die Seele braucht einen Frühjahrsputz.
Wer denkt, Frühjahrsputz ist nur was für die Putzfrau, täuscht sich! Fenster, Küchenschränke und Parkettböden sind die eine Sache. Aber hier geht es um mehr. Gedanken reinigen, Gefühle in Ordnung bringen, Ballast abwerfen. Die Bibel nennt das Beichten.

„Beichten? Du liebe Zeit! Das will ich nicht und kann ich nicht. Und ich brauche nicht. Ich war schon so lange nicht. Wozu überhaupt? Ich habe doch niemanden umgebracht.“ Zugegeben, es ist schon ein komisches Wort. Aber trotzdem aktuell. Man muss keine katholische Klosterschülerin sein, um über Beichte nachzudenken. Man muss auch nicht vor dem Trümmerhaufen seines Lebens stehen. Beichten tut jedem Menschen gut.

Was ist eine Beichte?

Es ist ein Schritt, um frei zu werden. Wer erkennt, dass er etwas mit sich schleppt, darf es loswerden. Gott nimmt uns Lasten ab. Er nimmt uns Schuld ab. Und früher oder später macht jeder Mensch etwas falsch. Wer ein Fenster nie putzt, kann irgendwann nicht mehr durchschauen. Beichten ist wie eine Reinigung des Innersten.

Wie geht beichten?

Der erste Schritt ist: Erkennen, was man falsch gemacht hat. Die Zehn Gebote können einem dabei helfen. Schritt zwei: Die Dinge beim Namen nennen. Schritt drei: Vergebung annehmen. Gott vergibt alles. Nichts ist zu gross, nichts ist zu klein. Und dann sollte man sich bewusst machen, dass man die Schuld los ist und dass sie nie mehr zurückkommen kann.

Die Soft-Beichte

Vielleicht ist es für manche unheimlich, zu jemandem zu gehen und dem Alles zu erzählen. Für den gibt es die Soft-Beichte. Man kann seine Schuld, seine Last auf ein Blatt Papier schreiben und es verbrennen. Bitte Gott um Vergebung. So wie das Papier in den Flammen aufgeht, so vernichtet Gott unsere Vergehen.

Die Profi-Beichte

Für andere ist es vielleicht besser und greifbarer, mit jemandem zu sprechen und direkt von dieser Person zu hören: „Deine Schuld ist vergeben“. Es tut gut, ein echtes inneres Geheimnis einem Menschen zu offenbaren und es damit los zu werden. Es hilft einem auch, schlechte Gewohnheiten besser in den Griff zu kriegen, weil man Rechenschaft ablegt. In fast allen Kirchen und christlichen Gemeinden gibt es einen Pfarrer, Priester oder Pastor, der die Beichte abnimmt.

Schuldlos

Die Bibel sagt, dass Jesus für unsere Schuld gestorben ist. Mit seinem Tod hat er unsere Schuld von uns genommen, sie darf uns nicht mehr belasten. Wir sind frei (Die Bibel, Epheser, Kapitel 1, Vers 7).


Autor: Miriam Hinrichs
Quelle: Jesus.ch

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