Sie haben die Wahl

Waldweg oder Autobahn?

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Das Leben ist rasant. Manche wählen den Waldweg, andere die Autobahn, um weiterzukommen. Vor allem aber gilt es, die richtige Richtung einzuschlagen.
 
Es gibt ein jüdisches Sprichwort: «Das Vergessenwollen verlängert das Exil, das Geheimnis der Erlösung heisst Erinnerung.» Als ich das las, fiel mir eine tolle Weihnachtskarte ein, die mir ein Freund geschickt hatte mit der Frage: «Wisst ihr was unser grösstes Problem ist? Unser Grundkonflikt?»
 
Wenn unsere grösste Not der Mangel an Informationen und Wissen wäre, dann hätte uns Gott einen Ausbilder oder ein gutes Buch geschickt. Wenn unsere grösste Not der Mangel an Techniken wäre, dann hätte Gott uns einen Wissenschaftler geschickt. Wenn unsere grösste Not der Mangel an Geld wäre, dann hätte Gott uns einen Finanzberater geschickt.

Wenn unsere grösste Not der Mangel an Vergnügen wäre, dann hätte Gott uns einen Entertainer geschickt. Weil unsere grösste Not aber der Mangel an Vergebung und Beziehung ist, hat Gott uns einen Retter geschickt. So sagt es der Engel in der ersten Weihnacht zu den Hirten auf dem Feld: «Heute ist für euch der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr.»

Wenn das Leben so rasant und dicht ist, dann vergessen wir leicht, wer wir eigentlich sind, wo wir herkommen, warum wir hier sind und wohin wir unterwegs sind. Und wenn man das nicht weiss, strampelt man sich immer mehr ab, weil man Angst hat, sonst nicht weiterzukommen. Man ist versucht zu denken: «Hauptsache in Bewegung bleiben, die Richtung kommt schon noch.»

Und dann machen wir noch mehr von dem, was wir sowieso schon die ganze Zeit gemacht haben. Dabei strampeln wir uns immer tiefer in den Sumpf des Vergessens hinein. Deswegen ist es gut, immer wieder einmal anzuhalten und sich zu erinnern und zu orientieren.

Das kann man am Beginn eines neuen Jahres tun, am Beginn eines neuen Monats und am Beginn eines neuen Tages bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee. Sonst sind wir nämlich wie die neun Aussätzigen, die zwar geheilt wurden, aber nicht bei Jesus zu Hause angekommen sind.

Darum geht es aber doch in allen Dingen des Glaubens und der Gemeinde, denn dort bei Jesus ist das Paradies, aus dem wir nicht wieder vertrieben werden können. Die Hauptsache ist, dass wir im Dezember 2012 bei Jesus zu Hause ankommen.

Mickey Wiese ist Diplompsychologe, Theologe und Autor. Er lebt mit seiner Familie in Frankfurt.

Webseite:
www.mickeywiese.de

Datum: 19.01.2012
Autor: Mickey Wiese
Quelle: Jesus.ch

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