Die Zehn Gebote im 21. Jahrhundert: Das zweite Gebot

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Den Namen Gottes nicht zu missbrauchen bedeutet auch, ihn in Schwierigkeiten anzurufen
Sie sind einige Tausend Jahre alt – und gleichzeitig top-aktuell. Die Zehn Gebote haben ihren Wert und ihre Bedeutung nicht verloren. Sie sind Anleitung zum Leben und Grundlage von Moral und Ethik. Werteordnungen in aller Welt basieren auf der göttlichen Offenbarung vom Berg Sinai. Aber wenn es um die Umsetzung der Leitlinien im täglichen Leben geht, tun sich viele Menschen schwer.

Das zweite Gebot lautet: «Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.»

Unter den Zehn Geboten fristet das zweite ein Schattendasein. Bereits im alten Israel scheint das so gewesen zu sein. Sonst hätte die beigefügte Warnung wohl kaum seine Wichtigkeit derart bekräftigt: „Der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ – Offensichtlich gab es Menschen, die dieses Gebot übertreten haben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Was aber ist mit dem Missbrauch von Gottes Namen gemeint?

Gott in Schwierigkeiten anrufen

Martin Luther legte das Gebot in seinem Kleinen Katechismus eindrucksvoll aus: „Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern denselben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.“ Es reicht also nicht, nur aufzuhören, mit Gottes Namen zu fluchen oder unter Berufung auf Gott einen Meineid zu leisten. Es genügt nicht, Gott nur einen guten Mann sein zu lassen. Erst wenn ein Mensch anfängt, den Namen Gottes in positiver Weise zu gebrauchen, erfüllt sich dieses Gebot. Denn es ermutigt, ja befiehlt sogar, Gott in den Schwierigkeiten des Alltags anzurufen, zu ihm zu beten, ihn zu loben und ihm zu danken.

Gott als Schöpfer liebt das Leben. Es ist ihm deswegen keine Last, sondern Freude, uns zu helfen. Entsprechend betet der Psalmist: „Mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst“ (Die Bibel, Psalm 13). Gottes Wesen und Name zeigen sich gerade darin, dass er auf diese Bitte um Hilfe grosszügig antwortet. Uns bleibt dann nur der Dank, dass er so grosszügig geholfen hat. So erfüllt sich das zweite Gebot.

Links zum Thema:
Dossier «Die Zehn Gebote»
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Autor: Peter Zimmerling


Quelle: Neues Leben

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