Die Zehn Gebote im 21. Jahrhundert: Das achte Gebot

Zoom
Wir reden über andere und wir lieben es, über andere zu reden.
Sie sind einige Tausend Jahre alt – und gleichzeitig top-aktuell. Die Zehn Gebote haben ihren Wert und ihre Bedeutung nicht verloren. Sie sind Anleitung zum Leben und Grundlage von Moral und Ethik. Werteordnungen in aller Welt basieren auf der göttlichen Offenbarung vom Berg Sinai. Aber wenn es um die Umsetzung der Leitlinien im täglichen Leben geht, tun sich viele Menschen schwer.

Das achte Gebot lautet: «Du sollst nicht falsch Zeugnis reden.»

Das achte Gebot markiert eine Grenze, die wir oft, zuweilen ganz bewusst und mit innerer Genugtuung, überschreiten. Wir reden über andere und wir lieben es, über andere zu reden. Zugegeben, nicht alle von uns, aber doch die meisten.

Schnelle Zunge

Und was reden wir über den anderen? Mit Lob und Anerkennung sind wir relativ schnell am Ende, aber mit Aufzeigen von Fehlern, Beispielen für persönliche Schwächen, bis hin zum Lästern, können wir Stunden zubringen und uns gegenseitig anstecken, uns hineinsteigern. Wie schnell bleibt da die Wahrheit auf der Strecke. Hier eine kleine Übertreibung, dort eine Beobachtung in einem falschen Zusammenhang oder eine blosse Vermutung als Tatsache in den Raum gestellt. Die Zunge ist so schnell und das schlechte Gewissen so träge.

Unser Grundmotiv ist klar. Wir reden und richten, wir stellen uns selbst über den anderen. Wir polieren unser Selbstwertgefühl auf Kosten unseres Nächsten auf.

Gute Absicht betonen

Es tut uns gut, das Gebot vor Augen zu haben. Nehmen wir unser Gegenüber wirklich wahr, die schlechten und die guten Seiten? Wenn wir übereinander reden, vergessen wir nicht die gute Absicht zu betonen, die hinter dem Missgeschick lag und das ohne den Unterton der Schadenfreude.

Werden wir wahrhaftig Zeuge von gemeinsam Erlebtem. Nur so lassen wir unserem Mitmenschen den ihm von Gott gegebenen Wert. Durch abwertendes, unwahres und übertriebenes Reden machen wir den anderen klein. Letztendlich entehren wir damit nicht nur das Geschöpf, sondern auch den Schöpfer. Gut, dass Gott uns auf diese tägliche Falle hinweist.

Links zum Thema:
Dossier «Die Zehn Gebote»
Mehr über die Bibel erfahren
Mehr über Gott erfahren

Autorin: Ulrike Jooß


Quelle: Neues Leben

Glaubensfragen & Lebenshilfe

Diese Artikel könnten Sie interessieren

Gott liebt die Taliban
Ein Radio-Sender ist schier überfordert: Jahrelang reagierten pro Monat rund sechzig Paschtunen auf die christlichen Programme. In kurzer Zeit stieg...
Oft gebetet – neu verstanden
Wir leben in spannenden und spannungsvollen Zeiten. Sollte der Allmächtige nicht etwas häufiger eingreifen? Mit dem bekanntesten aller Gebete haben...
Was fällt dieser Frau ein?
Es hätte eine nette Runde unter Männern werden sollen, vielleicht gewürzt mit einer anregenden Diskussion. Bis diese Frau reinkam und alles über den...
Oft gehört, neu verstanden
Mitten in herrlichen Herbsttagen fällt sie noch leicht. Aber ihre Wurzeln gehen tiefer als Sonnenschein: Freude ist nicht Randverzierung, sondern...

Information

Anzeige

Anzeige

VERANSTALTUNGEN

18. Oktober 2014, Christuskirche (Jahu) in Biel
27.12.2014 - 1.1.2015 in Basel
27. – 28. oder 29.11.2014 in London
Jetzt anmelden, Kurs startet am 24.1.2015!
Mi., 5.11.2014, 19.30 – 22.00 Uhr in Zürich (ZOE)
Mi., 6.11.2014, 19.30 – 22.00 Uhr in Bern (EGW)