Mit Gott reden

Audienz oder Besprechung?

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Mit welcher Haltung sollten Menschen zu Gott kommen? Als unterwürfige Bittsteller oder als seine Freunde auf Augenhöhe?


Viele Menschen hegen Gott gegenüber beklemmende Gefühle. Er erscheint ihnen als nur schwer zugänglich. Oft sind es Gefühle von Angst oder Furcht vor Strafe. Es wird ihnen mulmig, weil sie denken, dass Gott so gut und gerecht ist, dass sie nichts Gutes für sich zu erwarten haben.

Das sind so die Gefühle, die sie hatten, wenn sie vor einem strengen Lehrer oder Richter standen oder von der Polizei angehalten wurden. Das schlechte Gewissen meldet sich; man fühlt sich unterlegen und ausgeliefert.

«Gott weiss alles»

Denn schliesslich kennt Gott alle Fehler eines Menschen; jede Lüge, jeden Gedanken von Neid oder Verachtung – einfach  alles. Da wird einem nicht wohl ums Herz, wenn man sich vorstellt, diesem Gott gegenüberzustehen und mit ihm zu reden. Und heisst es nicht auch immer wieder in der Bibel, Gott sei ein Richter?

Im Hebräerbrief, einer der ersten christlichen Schriften, steht dazu Folgendes: «… dürfen wir mit Zuversicht und ohne Angst zu Gott kommen. Er wird uns seine Barmherzigkeit und Gnade zuwenden, wenn wir seine Hilfe brauchen.» (Kapitel 4, Vers 16)

Angst vor Gott und vor Strafe

Diese Worte vermitteln zum einen die Vorstellung von einer mächtigen Autorität, die man ernst nehmen muss; jemand, bei dem man sich mühen muss, um Beachtung zu finden und vorgelassen zu werden. Man ist ja auf dessen «Barmherzigkeit» und «Gnade» angewiesen.

Doch zum andern – und das ist das Entscheidende – schreibt der Autor: Menschen können mit Zuversicht zu Gott kommen und mit ihm reden, hoffnungsvoll und ohne Angst. Der Grund dafür steht an anderer Stelle im gleichen Brief: »Er tritt für uns ein …» Wer? Niemand anderes als Jesus.

Durch sein Leben und durch sein Sterben hat er das ermöglicht, was Menschen sonst nicht hätten: Zuversicht, wenn sie zu Gott kommen. Wenn manche Leute vor allem von einem grimmigen Gott sprechen – schenken Sie dem keinen Glauben.

Jeder Mensch soll ein Kind Gottes werden

Sondern Gott, der Vater im Himmel, behandelt jeden Menschen auf Augenhöhe. Er liebt jeden so, wie er seinen einzigen Sohn Jesus liebt. Das ist eine unglaubliche Zusage.

Schauen wir wieder in den Hebräerbrief: «In ihm haben wir einen großen Hohenpriester, der vor Gott für uns eintritt. Er, der Sohn Gottes, ist durch den Himmel bis zu Gottes Thron gegangen.» (Kapitel 4, Vers 14) Es ist also so, dass ein Mensch nicht allein zu Gott tritt, sondern: Jesus ist immer dabei.

Jesus vergleicht seinen Vater mit einem Mann, dessen Kind ihn verlassen hat – und der sich freut über jeden Menschen, der zu ihm sagt: «Vater, hier bin ich.»

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Autor: Nobert Abt
Quelle: Jesus.ch

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