Die grosse Frage

Wer ist dieser Jesus?

Stellen Sie sich vor, ein paar Menschen kommen Ihnen entgegen. Alle wirken überaus glücklich. Etwas später kommen nochmals so viele. Diese sind ebenso begeistert und Sie denken: «So glücklich möchte ich auch sein!» Haben sie wohl einen riesigen Lottogewinn gemacht? Sind sie alle frisch verliebt? Oder haben sie zu viel Alkohol intus? Nein, es ist etwas ganz Anderes. Sie sind einem bestimmten Menschen begegnet. Mehr noch. Sie sind einer Persönlichkeit begegnet, die gleichzeitig Gott und Mensch ist: Sie sind Jesus Christus begegnet.

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Jesus im Film «Son of God»
Das Neue Testament ist voll von Berichten über Menschen, die diesem Jesus begegnet sind. Dabei wurden sie zu neuem Denken herausgefordert und glücklich wie nie zuvor. Das Glück, das dieser Jesus verbreitet, ist von einer anderen Qualität, als wir es uns gewohnt sind. Es geht ihm nicht um einen oberflächlichen, momentanen Spass. Ihm geht es um ein Glück, das sogar mitten in der Not, bei schlimmen Ängsten und trotz vieler unbeantworteter Fragen Geborgenheit, innere Weite und freudige Hoffnung gibt. Er stellt unser Denken auf den Kopf, indem er den Finger auf etwas legt, das auf unserer Erde dringend nötig ist: mehr Liebe.

Gewissheit und Zuversicht

Wer ist dieser Jesus? Am besten lernen wir ihn kennen, wenn wir ihn erfahren. Wer Jesus um Vergebung bittet für seine Fehler und sein Versagen, erlebt Freiheit und kann neu anfangen. Und wer von ihm die Gewissheit geschenkt bekommt, dass er mit ihm verbunden ist, weiss sich verankert, getragen, ja beflügelt von der Freude, für immer mit Gott zusammenzusein. Ein Leben in Zuversicht wird möglich. Zuversicht für das Leben hier auf der Erde, aber vor allem auch für das, was nach dem Tod kommt: Ein Leben in Gemeinschaft mit Gott in der Ewigkeit.

Das tönt vielleicht etwas abgehoben, aber glauben Sie mir, ich weiss, wovon ich spreche. Schon mehr als einmal stand ich am Ende meines Lebens. Einmal war ich beispielsweise wegen eines schweren Unfalls dem Tod geweiht und alle Ärzte hatten mich aufgegeben. Doch auch in dieser Situation hatte ich tief in mir die Gewissheit: «Gott ist bei mir.» Diese Zuversicht und Hoffnung möchte Gott jedem Menschen geben. Es ist ein riesiges Geschenk, das er uns Menschen anbietet.

Durst löschen

An Weihnachten feiern wir die Geburt von diesem Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Er ist es, der heute zwar unsichtbar, doch nicht weniger real lebt, bei uns ist und uns jetzt beschenken möchte. Das Wort «schenken» bedeutet ursprünglich, einem etwas zu trinken geben. Wir reden vom «Einschenken». Heute haben viele Leute um uns herum, zum Beispiel, keinen «Durst» nach Süssigkeiten. Davon haben sie schon genug. Um ihr Übergewicht wieder loszuwerden, betreiben sie einen riesigen Aufwand. Aber wir alle dürsten nach Zuwendung, nach Wertschätzung, nach Liebe. Wir suchen Frieden und einen Ort, an dem wir ankommen können. Diesen «Durst» möchte Jesus stillen. Wenn wir uns ihm zuwenden, stillt er unseren Durst und macht uns von tief innen heraus glücklich.

Platz in der Herberge

Weihnachtsbräuche haben ihre Schönheit und ihre Berechtigung. Sie können eine Einladung sein, demjenigen Raum zu geben, der damals in keiner Herberge Platz fand: Jesus Christus. Längerfristige Zufriedenheit und Lebenssinn finden wir aber erst, wenn wir Jesus einladen, Teil unseres Lebens zu werden. Wie kann das geschehen? Es geschieht übernatürlich und gleichzeitig ganz natürlich, indem wir ihn darum bitten. Dazu braucht es nicht einmal eine Weihnachtskerze, sondern einfach nur die Bereitschaft, ihm in all unseren Lebensbereichen vertrauen zu wollen.

Möchten Sie das? Sagen Sie es ihm. Zum Beispiel mit den folgenden Worten: «Jesus Christus, ich lade dich ein, Teil meines Lebens zu werden. Ich mache dir Platz, komm herein.» Jesus hört Ihre Worte und wird sie ernst nehmen.

Und die dunklen Seiten des Lebens?

Viele verdrängen Unangenehmes: ihr Versagen und daraus entstandene Schäden, seelische Verletzungen aus zerbrochenen Beziehungen, üble Gefühle und schlimme Erinnerungen. All das Dunkle in unserer Persönlichkeit, das uns daran hindert, ganz glücklich zu sein und das uns von Gott trennt. Wenn Jesus in unser Inneres gekommen ist, beginnt er aufzudecken, was nicht okay ist, um uns dafür eine Lösung anzubieten.

Während seiner Zeit auf der Erde segnete, befreite und heilte Jesus die Menschen um sich. Obwohl er ein fehlerloses Leben lebte, starb er am Kreuz wie ein Verbrecher. Zwei Tage später wurde er wieder lebendig. Damit hat er gezeigt, dass er grösser ist als der Tod und das Schlechte in dieser Welt. Und er brachte zum Ausdruck: «Mensch, ich ertrage für dich die Strafe, damit du die Freiheit hast.» Jesus hat am Kreuz für unsere dunklen Seiten bezahlt, damit wir davon frei werden können. Darum dürfen wir unsere Lasten zu ihm bringen und ihn um Vergebung bitten.

Neue Dimensionen

Der Jesus, der nun in Ihnen lebt, bringt Licht in diese Welt. Ein Licht, das mehr Freude und Geborgenheit zu geben vermag, als alle Kerzen und Sterne der Welt. Jesus hat alles für Sie gegeben, damit Sie Gewissheit haben, dass er jetzt hier und weit über den Tod hinaus für Sie da ist. Ein Leben mit Jesus öffnet neue Dimensionen: Gottes Wirklichkeit beginnt in uns aufzublühen. Wir erleben unsere tiefste Sehnsucht gestillt. Wir beginnen, unser Leben und unsere Verantwortung in dieser Welt mit neuen Augen anzuschauen und unseren Alltag liebevoller zu gestalten.

Wir ermutigen Sie, sich auf die Suche nach diesem Jesus zu machen. Laden Sie ihn in Ihr Leben ein, er freut sich darauf. Frohe Weihnachten!

Mehr über das Leben von Jesus erfahren Sie in der Bibel, beispielsweise im Buch Johannes.

Zum Thema:
Jesus kennenlernen
Der wahre Grund: Warum Jesus geboren ist
Wahrheit oder Mythos: Was ist wirklich dran am Christkind?
Dritter Advent: Was sich durch Weihnachten verändert

Datum: 25.12.2017
Autor: Fredy Staub
Quelle: Viertelstunde für den Glauben

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