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«Gib uns heute unser täglich Brot»: Wenn er diese Worte zum Vater im Himmel betet, dann weil er selbst keine Vorräte hat. Er legt auch keine an. «Irdische Schätze fressen die Motten und der Rost», sagt er einmal spitz. Er lässt sich nicht vergolden.
Und doch ist Jesus reich. Wer ihm zuhört, wer mit ihm geht und bei ihm bleibt, spürt diesen Reichtum, den verborgenen Schatz, von dem der Mann aus Nazareth zehrt. Jesus lebt davon, dass er den Willen des Vaters tut. Alle seine Worte und Handlungen drücken eine tiefe Harmonie mit Gott im Himmel aus.Gott ist gütig – das ist auch eine unerhörte Herausforderung: Ihr sollt leben wie Kinder dieses Vaters, indem ihr auch die schätzt und liebt, die euch die kalte Schulter zeigen, sagt Jesus. «Liebt eure Feinde» – dieser Satz, einer der kühnsten der Bibel, hat seinen Grund darin, dass der Vater im Himmel unvorstellbar gütig ist.
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