JUDAS ISCHARIOT

Luca Lionello

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Luca Lionello trat in die Fussstapfen seines Vaters, des Schauspielers Alberto Lionello, und begann seine Karriere mit zahlreichen Auftritten auf italienischen Bühnen. Der Sprung zum Film gelang ihm mit kleinen Rollen in Produktionen wie Marco Bellocchios Drama „Il diavolo in corpo“ (1986).

In den folgenden Jahren hat sich Lionello den Ruf als einer der talentiertesten Jungschauspieler Italiens erworben. Zuletzt übernahm er die Hauptrolle in der italienischen Krimiserie „La Banda“. Darüber hinaus hat er als Synchronsprecher seine Stimme US-Stars wie Michael J. Fox oder Tom Cruise geliehen.

Dabei – und doch ein Einzelgänger

Die biblische Gestalt des Judas Ischariot ist einzigartig. Judas gehörte als einer der zwölf Jünger zum engsten Kreis der Jesus-Anhänger. Er war auch zugegen, als Jesus das Abendmahl einsetzte, ging dann aber hinaus in die Nacht.

Der Evangelist Johannes schreibt, dass Judas die Kasse der Gruppe verwaltete. Er wurde der Veruntreuung beschuldigt (Johannes 12,4-5; 13,29).

Die Evangelien berichten, dass Judas Jesus mit einem Kuss verriet. Der "Judas-Kuss" ist mittlerweile sprichwörtlich geworden. Laut dem Evangelisten Matthäus erhielt Judas dafür 30 Silberstücke von den Hohenpriestern. Nach der Tat plagten ihn schreckliche Gewissensbisse, und er erhängte sich (Matthäus 27,1-8).

Die Trennung vom Meister

Traurig wiederholte Jesus, nachdem er das gesagt hatte: "Ja, es ist wahr: Einer von euch wird mich verraten!" Die Jünger sahen sich bestürzt an und bemühten sich erschrocken, herauszufinden, wen er meinte.

Neben ihm am Tisch sass der Jünger, den Jesus liebte. Dem gab Petrus einen Wink: "Frage du ihn, wen er meint!" Da beugte er sich zu Jesus hinüber und fragte leise: "Herr, wer von uns ist es?"

Jesus antwortete ihm: "Es ist der, dem ich das Brot geben werde, das ich jetzt in die Schüssel eintauche." Und nachdem er das Brot eingetaucht hatte, gab er es Judas, dem Sohn des Simon Ischariot. Von diesem Augenblick an hatte Satan den Judas ganz in seiner Gewalt. "Beeile dich, Judas! Erledige bald, was du tun willst!" forderte Jesus ihn nun auf.

Keiner von den anderen am Tisch verstand, was Jesus mit diesen Worten meinte. Manche dachten, dass Jesus den Judas, der ja das Geld verwaltete, hinausgeschickt hätte, um das Nötige für das Fest einzukaufen oder den Armen etwas zu geben. Judas nahm das Brot und ging eilig hinaus in die Nacht. (Johannes 13,21-30)

Kein Weg zurück

Als Judas, der Verräter, sah, dass Jesus zum Tode verurteilt worden war, bereute er bitter, was er getan hatte. Er brachte den Hohenpriestern und Führern des Volkes das Geld zurück. "Ich habe eine grosse Schuld auf mich geladen und einen Unschuldigen verraten!" bekannte er.

"Was geht uns das an?" gaben sie ihm zur Antwort. "Das ist deine Sache!" Da nahm Judas das Geld und warf es in den Tempel. Dann lief er fort und erhängte sich. (Matthäus 27,3-10)

Datum: 11.03.2004
Quelle: thelife.com

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