JOHANNES

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Johannes war der Jünger, „den Jesus besonders lieb hatte“ (Johannes 13,23). Er ist der Sohn des Fischers Zebedäus und wohl der jüngere Bruder von Jakobus. Die beiden bilden mit Petrus ein Trio, den Kreis der engsten Vertrauten des Wanderpredigers aus Nazareth.

Auch im Garten Gethsemane, wo Jesus betet – die Eröffnungsszene des Filmes –, sind die Drei in der Nähe (Markus 14,32-33). Sie versagen in dieser finstersten Nacht, da Jesus verzweifelt: Statt ihn betend zu unterstützen, schlummern sie ein.

Furchtlos

Doch im Unterschied zu anderen Anhängern, die sich verstecken, wagt sich Johannes an den Schauplatz der Hinrichtung. Am Kreuz, dem Tod nahe, gibt Jesus seine Mutter Maria in Johannes’ Obhut (Johannes 19,26-27).

In den folgenden Jahren leitet Johannes, einer der zwölf Apostel, die erste christliche Gemeinde in Jerusalem. Später wirkt er in Kleinasien, im Gebiet der heutigen Türkei. Von ihm stammen das Johannesevangelium und drei kurze Briefe. Im hohen Alter wird er auf die Insel Patmos verbannt, wo er Christus schaut und die Visionen empfängt, die in der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, niedergelegt sind.

Nahe bei Jesus

In „The Passion of the Christ“ ist Johannes in verschiedenen Szenen präsent, doch er kommt nicht zu Wort. Er ist der Jünger, der dem Meister nahe sein will, seine Nähe sucht. Daraus erwächst später die Botschaft, die Johannes vor allen Aposteln auszeichnet: der Sieg von Gottes Liebe über die Mächte des Bösen.

Gethsemane: Die Stunde der Versuchung

Jesus und seine Jünger gingen in einen Garten, der Gethsemane heisst. Dort bat er sie: "Bleibt hier und wartet auf mich, bis ich gebetet habe!" Petrus, Jakobus und Johannes gingen mit ihm.
Grauen und Angst überfielen Jesus. "Ich zerbreche beinahe unter der Last, die ich zu tragen habe", sagte er. "Bleibt bei mir und lasst mich nicht allein."
Jesus ging ein paar Schritte weiter, kniete nieder und betete: "Mein Vater, wenn es möglich ist, so bewahre mich vor diesem Leiden. Dir ist alles möglich. Aber nicht, was ich will, sondern was du willst, soll geschehen."
Dann kam er zu den drei Jüngern zurück und sah, dass sie eingeschlafen waren. Traurig weckte er Petrus: "Simon!" rief er, "schläfst du? Kannst du denn nicht eine einzige Stunde mit mir wachen? Bleibt wach und betet, damit ihr die kommenden Tage überstehen könnt. Ich weiss, ihr wollt das Beste, aber aus eigener Kraft könnt ihr es nicht erreichen."
Noch einmal liess er sie allein und bat Gott mit den gleichen Worten um Hilfe. Als er zurückkam, schliefen die Jünger schon wieder. Die Augen waren ihnen zugefallen, und sie wussten vor Müdigkeit nicht, was sie Jesus sagen sollten.
Als er zum dritten Mal zu ihnen zurückkehrte, rief er: "Hört auf zu schlafen! Ruht euch ein andermal aus! Jetzt wird der Menschensohn in die Hände der Menschen ausgeliefert. Steht auf, lasst uns gehen! Der Verräter ist da!" (Markus 14,32-42)

Ein Auftrag unter dem Kreuz

Unter dem Kreuz, an dem Jesus hing, standen seine Mutter und ihre Schwester, ausserdem Maria, die Frau von Kleopas, und Maria Magdalena. Als Jesus nun seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er liebhatte, sagte er zu ihr: "Er soll jetzt dein Sohn sein!"
Und zu dem Jünger sagte er: "Sie ist jetzt deine Mutter." Da nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus. (Johannes 19,25-27)

Gottes Liebe – in Jesus da

„Dadurch ist Gottes Liebe unter uns offenbar geworden, dass er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte. Durch ihn wollte er uns das neue Leben schenken. Das Einzigartige an dieser Liebe ist: Nicht wir haben Gott geliebt, sondern er hat uns geliebt. Er hat seinen Sohn gesandt, damit er durch seinen Tod Sühne leiste für unsere Schuld. Ihr Lieben, wenn Gott uns so geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je gesehen. Aber wenn wir einander lieben, lebt Gott in uns.“ (1. Johannes 2,9-11)

Datum: 11.03.2004
Quelle: Jesus.ch

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