"The Passion": Die Stunde der Schriftgelehrten schlägt

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Mel Gibsons blutig-brachiales Passionsspektakel, seit dem 18. März auch in den Deutschschweizer Kinos, lässt Theologen und zugewandte Geister zur Hochform auflaufen. Schon fast mit einer Stimme warnen sie vor den Auswirkungen, welche "The Passion of the Christ" auf unbedarfte Geister und das Publikum überhaupt haben kann. Achtung unbiblisch! Achtung antisemitisch! Achtung verkürzt! Achtung Der-Mann-macht-so-ziemlich-alles-falsch-was-man-nur-falsch-machen-kann!

Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch: Es ist die Stunde der Schriftgelehrten, die dem tumben Hollywood-Gibson sagen, wo Gott hockt. Und der hockt weiss Gott nicht dort, wo Gibson ihn hocken lässt. Und während die Theologen und zugewandten Geister das Publikum davon überzeugen wollen, dass Mel Gibson nichts, aber auch gar nichts vom Christentum verstanden hat - sonst hätte er ja nicht dieses blutig-brachiale Passionsspektakel gedreht!

Während die Theologen also prophylaktisch Mundschutz und Schutzhandschuhe für einen allfälligen Kinobesuch empfehlen, kommen sie gleichsam in den Genuss der Gnade des Vergessens. Denn ab und zu darf ja auch ein zünftiger Theologe vergessen, dass die eigenen Kirchen leer und leerer werden.

Datum: 27.03.2004
Quelle: Kipa

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