Wie kam es zur Hinrichtung von Jesus am Kreuz?

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Dem Prozess gegen Jesus ging sein jahrelanges öffentliches Wirken voraus. Der Wanderprediger aus Nazareth erregte Aufsehen, wo er durchzog. Er heilte Kranke und verkündigte Gottes Barmherzigkeit. Er legte die Gebote von Moses überraschend radikal aus, stellte Gott als gütigen Vater vor und kündigte im gleichen Zug Gericht über die eigensüchtigen Reichen an.

Dies erregte Widerspruch, Ärger und Hass. Jesus entlarvte die selbstgerechten, auf ihr eigenes Wohlleben bedachten Gesetzeslehrer und die Heuchelei der Priesterfamilien, die den Jerusalemer Tempelbetrieb kontrollierten. Sie suchten ihn der Irrlehre zu überführen, was nicht gelang.

Nach drei Jahren öffentlicher Tätigkeit spitzte sich der Konflikt vor dem Passa-Fest in Jerusalem zu. Die Führer der Juden, die sich mit der römischen Besatzungsmacht arrangiert hatten, sahen ihre Macht übers Volk abbröckeln. Jesus war bei seinem Einzug in die Stadt wie ein König bejubelt worden und hatte die Geschäftemacher aus dem Tempelvorhof vertrieben.

Durch einen nächtlichen Verrat konnten sie Jesus kurz vor dem Fest verhaften. Im Verhör vor dem Hohen Rat der Juden bekannte sich Jesus zu seiner Mission als Messias (Gesandter Gottes) und beanspruchte göttliche Autorität. Dies wurde von der herrschenden Familie der Hohenpriester als Gotteslästerung ausgelegt, worauf die Todesstrafe stand.

Die Führer der Juden konnten sie jedoch nicht selbst vollziehen. Darum verklagten sie Jesus beim römischen Statthalter Pilatus. Dieser fand keine Schuld an ihm. Doch mit Hilfe von Anhängern, die lärmend seine Hinrichtung forderten, erreichten die Feinde noch am selben Morgen das gewünschte Urteil: Kreuzigung.

Weiter: Wer tötete Jesus?

Datum: 15.03.2004
Autor: Peter Schmid
Quelle: Jesus.ch

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