Unaufhörlich und immer schneller beeinflussen technische Innovationen fast alle Lebensbereiche. Der Einsatz von Rechnern und Mikroprozessoren bietet ständig noch Bequemeres, Schnelleres oder Sichereres an. Das individuelle und gesellschaftliche Leben wird tiefgreifend verändert.
Die Wissenschaft ermöglicht neue technische Erfindungen, und diese führen zu neuen wissenschaftlichen Entdeckungen. Diese «technische Fortschrittsspirale » löst wiederum wissenschaftliche, ethische und politische Diskussionen aus. Ist der Mensch schicksalhaft an die Technik gebunden oder kann er frei entscheiden, ob er mit oder ohne Technik leben will? Ist Technik Segen oder Fluch, notwendiges Übel? Darf Technik weiter als Machtmittel instrumentalisiert werden?
Die meisten Leute, die sich ihrer Giga-Bytes rühmen, aber mit der Bibel nichts am Hut haben, sind blind für die Schöpfung, in und von der sie leben. Dabei wimmelt sie von unübertroffenen technischen Wundern: Schon die DNS-Kette eines Kolibakteriums (Körpergrösse etwa ein dreihundertstel Millimeter) enthält genau soviel Buchstaben wie die Bibel in deutscher Sprache, nämlich 2.145.400. Oder wer staunt schon über die Drüse einer Spinne?
Aus ihr schiesst ein Faden, der nur zwei einhunderttausendstel Millimeter «dick» ist. Und trotzdem hält sie das Gewicht des gefangenen Insekts. Technische Vollkommenheit in Miniatur. Das «Glühwürmchen» setzt kraft Biolumineszenz 100 Prozent Energie in Licht um. Unsere sparsamsten Lampentypen schaffen höchstens ein Fünftel. Der «Rest» verpufft im Wärmeausstoss. Der Flügel eines Schmetterlings, für den belastungsstarken Schlagflug konzipiert, ist superleicht gebaut: Er macht nur zwei Prozent des gesamten Körpergewichts aus. Hinzu kommt: Das verwendete Material ist voll wiederverwertbar, belastet also die Umwelt nicht.Wie weit davon entfernt, ist der moderne Flugzeugbau.
Ein prüfender Blick in die Schöpfung müsste einem das Bewusstsein dafür schärfen: Die genialen Werke des Schöpfers geben mehr Anlass zum staunen, als technische Erfindungen. Einer solchen genialen Macht kann man vertrauen. Wer sich auf Gott einlässt, der erhält einen neuen Blickwinkel für die Wunder in der Natur und einen Scharfblick zur Abschätzung der Folgen aller modernen Technik. Solche Menschen stehen nicht mehr im Bann der vermeintlichen Schicksalsmacht Technik.
Datum:
29.04.2002 Autor: Jürgen Bürgmann Quelle: Reflexionen
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