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Die Schöpfungs- und Evolutionsmodelle, Definitionen Teil 1

Es ist sehr wichtig für diese Erörterung, dass klar ist, was wir unter den Begriffen Evolution und Schöpfung verstehen.
Evolution. Wenn wir den Begriff Evolution verwenden, verwenden wir ihn im Sinn der Definition der allgemeinen Evolutionstheorie. Der Allgemeinen Evolutionstheorie zu-folge entstanden alle Lebewesen durch einen naturalistischen, mechanistischen, evolutionistischen Prozess aus einer einzigen lebenden Quelle, die ihrerseits durch einen ähnlichen Prozess aus einer toten, unbelebten Welt entstand. Sie wird manchmal die „von der Amöbe zum Mensch"-Theorie genannt, oder wie ich sie manchmal nenne, die ,vom Fisch zum Gish"-Theorie.
Gemäss dieser Theorie sind alle Lebewesen untereinander verwandt. Mensch und Affe sollen z. B. über einen gemeinsamen Vorfahren verfügen. Die Auseinanderentwicklung soll nach verschiedenen Schätzungen vor 5 bis 30 Millionen Jahren stattgefunden haben, je nachdem, wer diese Geschichte erzählt. Die Primaten, zu ihnen gehören auch Mensch und Affe, sollen einen gemeinsamen Vorfahren mit dem Pferd haben. Hier wird angenommen, dass die Auseinanderentwicklung ca. 75 Millionen Jahre zurückliegt.

Ähnliche Verbindungen stellt man sich im gesamten Tier-und Pflanzenreich vor. Die angenommene evolutionistische Verbindung eines Tieres oder einer Pflanze mit allen anderen Tieren oder Pflanzen wird als Phylogenie bezeichnet und in einem sogenannten phylogenetischen Baum dargestellt. In Abbildung 1 ist ein solcher Stammbaum illustriert.

Für unsere Erörterung ist es aber ebenso wichtig zu verstehen, worüber wir nicht reden, wenn wir den Begriff Evolution verwenden. Wir beziehen uns nicht auf die beschränkten Variationen, die tatsächlich stattgefunden haben, oder von denen man annehmen kann, dass sie in der Vergangenheit stattgefunden haben, die jedoch keine neue Grundart hervorgebracht haben.
Wir müssen hier versuchen zu definieren, was wir unter einer Grundart verstehen. Eine Tier- oder Pflanzen-Grundart würde alle Tiere oder Pflanzen einschliessen, die tatsächlich von einem Ursprung abstammen. In der heutigen Fachsprache würde man sagen, dass sie über einen gemeinsamen Genpool verfügen. Alle Menschen gehören z.B. einer einzigen Grundart an, dem Homo sapiens. In diesem Fall ist die Grundart gleichzeitig die einzig vorhandene Art.
In anderen Fällen kann die Grundart auf dem Niveau der Gattung liegen. Es kann z. B. sein, dass die unterschiedlichen Kojote-Arten, so z.. B. der Oklahoma Coyote (Canis frustor), der Berg-Kojote (C. lestes), der Wüsten-Kojote (C. estor) und andere derselben Grundart angehören. Es ist möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass diese Grundart (wir könnten sie die Hunde-Art nennen) nicht nur alle Kojote-Arten ein-schliesst, sondern auch den Wolf (Canis lupus), den Hund (Canis familiaris) und die Schakale, auch aus der Gattung Canis, da sie untereinander paarungsfähig sind und fortpflanzungsfähige Nachkommen haben.

Die Galapagosfinken sind ein anderes Beispiel einer Art und sogar einer Gattung, die wahrscheinlich einer einzigen Grundart angehören. Lammerts wies darauf hing, dass diese Finken, zu denen mehrere „Arten" innerhalb der „Gattungen" Geospiza, Camarhynchus und Cactospiza gehören, vollkommen fliessende Übergänge haben und in einer Art, zumindest in einer Gattung zusammengefasst werden sollten. Diese Finken stammten offensichtlich von einem gemeinsamen Finkenstamm ab, dessen Grundart infolge von Veränderungen des ursprünglichen Variabilitätspotential in verschiedene Arten aufgesplittert worden ist. Der Sängerfink oder Certhidea ist jedoch sehr verschieden und kann sehr wohl von einem anderen Grundstamm abstammen als dem, der die anderen drei. ,,Finkengattungen" enthält.

Ein weiteres Beispiel, das man hier anführen sollte, stammt aus dem Pflanzenreich. Es handelt sich um die verschiedenen Variationen von Mais. Diese umfassen Zuckermais, Puffmais, Kerbmais, Stärkemais, Hülsenmais und Hartmais und sie sind wahrscheinlich alle Variationen der Grundart Mais.3
In der obigen Erörterung definierten wir die Grundart als eine Art, die alle Variationen einschliesst, die von einem einzigen Grundstamm abstammen. Wir haben einige Beispiele zitiert, die unserer Meinung nach in einer einzigen Grundart zusammengefasst werden sollten. Wir können jedoch nicht immer sagen, was eine einzelne Art ausmacht. Je grösser die beobachteten Unterschiede sind, desto einfacher ist die Einteilung in Arten. Offensichtlich gehören unter den Wirbellosen die Protozyten, Schwämme, Quallen, Würmer, Schlangen, Trilobiten, Hummer und Bienen verschiedenen Grund-arten an. Unter den Wirbeltieren gehören Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säuger eindeutig zu verschiedenen Grundarten.
Unter den Reptilien werden die Schildkröten, Krokodile, Dinosaurier, Pterosaurier (fliegende Reptilien) und Ichthyosaurier (Wasserreptilien) in verschiedene Arten eingeteilt. Jede dieser Reptil-Hauptgruppen kann wiederum in weitere Grundarten aufgeteilt werden.

In der Gruppe der Säuger können Schnabeltiere, Opossums, Fledermäuse, Igel, Ratten, Hasen, Hunde, Katzen, Makis, Affen, Menschenaffen und Menschen sehr einfach verschiedenen Grundarten zugeteilt werden. Unter den Menschenaffen wiederum könnten Gibbons, Orang-Utans, Schimpansen und Gorillas in verschiedene Grundarten eingeteilt werden.
Wenn wir versuchen, innerhalb von Pflanzen- oder Tiergruppen ohne hervorstechende, unterscheidende Merkmale noch feinere Unterscheidungen vorzunehmen, besteht die Gefahr von Fehlern. Viele vom Menschen bisher aufgestellte taxonomische Unterscheidungen sind unsicher und können nur als ein Versuch gelten.
Kehren wir zurück zur Erörterung der Evolution. Der Evolutionstheorie zufolge haben sich nicht nur die kleineren Variationen innerhalb einer Art durch einen natürlichen Prozess entwickelt, sondern auch die Grundarten selbst sind aus grundlegend verschiedenen Ahnenformen entstanden. Vertreter der Schöpfungslehre leugnen nicht das erstere, d.h. den Ursprung von Variationen innerhalb von Arten, aber sie leugnen letzteres, d.h. den evolutionistischen Ursprung grundlegend verschiedener Pflanzen- und Tierarten von gemeinsamen Vorfahren.

In unserer Erörterung der Evolution haben wir daher z. B. nicht Bezug genommen auf den möglichen Ursprung von Variationen innerhalb der Art „Hund". Wir reden über den angeblichen Ursprung der Art „Hund" und „Katze" von einem gemeinsamen Vorfahren. Wir reden nicht über den Ursprung der Finken innerhalb Geospiza, Camarhynchus und Cactospiza. Wir beziehen uns auf den Ursprung dieser Finken und, sagen wir, den Reihern, die einen gemeinsamen Vorfahren haben, der wiederum seinen Ursprung in einem Reptil gehabt haben soll.
Wir reden auch nicht über den von Evolutionstheoretikern oft zitierten Fall von „Industriemelanismus"4, der ihrer Meinung nach ein Beweis für die Evolution ist. Der Birkenspanner (Biston betularia) ist normalerweise weiss mit schwarzen Sprenkeln und Streifen. Melanistische oder dunkel gefärbte Arten, auch als Carbonaria bekannt, haben schon immer existiert, wenn auch als Seltenheiten.

Vor der Industriellen Revolution und der daraus resultierenden Luftverschmutzung waren die Baumstämme in England relativ hell. Der Birkenspanner ruht tagsüber mit ausgebreiteten Flügeln auf Baumstämmen. Die normale, hell gefärbte Variante ist auf solch einem Untergrund sehr unauffällig. Die melanistische Art dagegen wird unter diesen Umständen sehr einfach entdeckt. Daher frassen die Feinde (Vögel) einen wesentlich höheren Prozentsatz von der melanistischen Art, die dadurch eine Minderheit in der Birkenspannerpopulation blieb.
Dies galt für 1850, also zu der Zeit, als die Industrielle Revolution in England begann. Die Baumstämme wurden im Laufe der Zeit immer dunkler und bis 1895 machte die Carbonaria oder melanistische Art 95% der Birkenspannerpopulation in der Umgebung von Manchester aus. Grund der Veränderung war, dass die melanistische Variante nun unauffälliger auf den geschwärzten Baumstämmen war, während die helle Variante jetzt leicht zu entdecken war.

Wir möchten hier zunächst einmal betonen, dass dieser Prozess nicht in einer höheren Komplexität oder sogar etwas Neuem endete. Die melanistische Birkenspannerart existierte schon viele Jahre vor der Industriellen Revolution in England. Sie war ein stabiler, wenn auch kleiner Teil der Population. Die durch die Luftverschmutzung hervorgerufene Veränderung verringerte die Entdeckungsmöglichkeiten der bereits bestehenden Art durch ihre natürlichen Feinde und verursachte somit eine Verschiebung der Anteile der hellen Art zugunsten der melanistischen Art innerhalb der Populationen.
Für unsere Erörterung ist jedoch die Tatsache, dass keine bedeutende evolutionistische Veränderung bei diesen Nachtfaltern aufgetreten ist, von grösster. Bedeutung. Diese Nachtfalter sind heute nicht nur immer noch Nachtfalter, sondern sie sind auch immer noch Birkenspanner, Biston betularia.

Dieser Beweis ist daher irrelevant für die Frage, die wir zu beantworten suchen: Entstanden diese Lepidopterus-Insekten (Lepidoptera ist eine Insektenart, zu denen Schmetterlinge, Nachtfalter und Schwärmer gehören, die im ausgewachsenen Stadium vier mehr oder weniger mit kleinen Schuppen bedeckte Membranflügel haben) durch einen naturalistischen, mechanistischen Prozess aus einem Nicht-Lepidopterus Insekt? Entstanden die Insekten selbst aus einer Lebens-form, die kein Insekt war?
Obwohl die Verschiebung innerhalb der Population der beiden Birkenspannervarianten keine echte evolutionistische Veränderung darstellt, beschrieb ein naturwissenschaftliches Lexikon diesen Vorgang kürzlich „als die schlagendste evolutionistische Veränderung, die jemals von Menschen bezeugt worden ist." Sollte dies wirklich der beste Beweis für die Evolution sein, der erbracht werden kann, dann ist Evolution - genau wie Dobzhansky zugab - tatsächlich nicht von menschlichen Beobachtern bezeugt worden, denn dieser Vorgang ist absolut keine Evolution.
Die Evolutionstheoretiker nehmen an, dass eine Anhäufung vieler solcher kleinen Veränderungen vielleicht in einer neuen Grundart und in einer wachsenden Komplexität resultieren könnten, aber dies ist lediglich eine Annahme. Gefordert wird ein experimenteller Beweis, oder, sollte dieser nicht zu erbringen sein, klare fossile Beweise oder geschichtliche Beweise, dass solche Grundveränderungen wirklich stattgefunden haben.
Eine andere Form der Veränderung, die von Evolutionstheoretikern häufig als Beweis für Evolution ins Feld geführt wird, ist der Ursprung der Kulturpflanzen und Haustiere durch künstliche Selektion und Züchtung. Ein Beweis dieser Art ist jedoch auch irrelevant für unsere Erörterung, da dabei nichts Neues oder Komplexeres entsteht und die entstanden Veränderungen immer extrem beschränkt sind.
Durch die künstliche Selektion und Züchtung wird allerdings schnell das Limit erreicht, über welches hinaus keine Veränderung mehr möglich ist. Wir möchten hier nur zwei Beispiele anführen .6 1800 begannen in Frankreich Versuche, den Zuckergehalt einer Zuckerrübe zu steigern, der damals ca. 6% betrug. Bis 1878 konnte der Zuckergehalt auf 17% gesteigert werden. Weitere Selektionen konnten den Zuckergehalt jedoch nicht über diesen Wert hinaus steigern.

Ein Forscher versuchte die Anzahl von Borsten auf dem Brustpanzer von Taufliegen durch künstliche Selektion und Züchtung zu reduzieren. Mit jeder Generation wurde die durchschnittliche Anzahl von Borsten geringer, bis zur zwanzigsten Generation. Danach stagnierte der Durchschnitt, obwohl wie bisher selektiert wurde. Doch die Selektion war nicht länger erfolgreich; das Limit war erreicht.
Ähnliche experimentelle Versuche wurden unternommen, um Hühner, die mehr Eier legen, Kühe, die mehr Milch geben und Mais mit einem höheren Proteingehalt zu züchten. In jedem dieser Fälle wurden Limits erreicht, über die hinaus keine weiteren Veränderungen mehr möglich waren. Ausserdem arbeiteten die Züchter am Ende immer noch mit derselben Hühner-, Kuh- und Maisart, mit der sie auch begonnen hatten. Es hatte keine Veränderung über die Artengrenze hinaus stattgefunden.
Es muss ferner nachdrücklich betont werden, dass in allen Fällen die Lebensfähigkeit der spezialisierten Züchtungen herabgesetzt war; d.h. ihre grundlegende Überlebensfähigkeit war geschwächt. Kulturpflanzen und Haustiere können weder mit dem Ur- noch mit dem Wildtyp konkurrieren. Daher stellte Falconer fest:

Unsere domestizierten Tiere und Pflanzen sind vielleicht die besten Beweise für die Auswirkungen dieses Prinzips. Die durch die Selektion erzielten Verbesserungen brachten eindeutig eine verminderte Lebensfähigkeit unter natürlichen Bedingungen mit sich, und allein die Tatsache, dass Haustiere und Kulturpflanzen nicht unter natürlichen Bedingungen leben, liess es zu eben diesen Verbesserungen kommen." 7

Diese Experimente zeigen sehr deutlich, dass selbst mit Hilfe des menschlichen Erfindergeistes, der die grösstmögliche Veränderung in der kürzestmöglichen Zeit erlaubt, die erreichten Veränderungen äusserst beschränkt sind und dazu noch in Pflanzen und Tieren mit verminderter Lebensfähigkeit resultieren. Sie. können nur überleben, weil ihr Lebensraum von ihren natürlichen Feinden freigehalten wird, weil sie ausreichend mit Futter versorgt werden und alle sonstigen Bedingungen sorgfältigst für sie geregelt werden.
Zusammenfassend verstehen wir unter Evolution also einen Vorgang, der angeblich für die Umwandlung der primitivsten Lebensform, der hypothetischen Urzelle also, über zahlreiche, immer komplexere Lebensformen bis hin zur höchsten Lebensform, dem Menschen, verantwortlich ist. Die Evolutionstheorie vertritt demzufolge die Annahme, dass grundverschiedene Pflanzen- und Tierarten aus einem gemeinsamen Vorfahren hervorgegangen sind, die wiederum aus noch älteren und primitiveren Lebensformen entstanden sind. Unter Evolution verstehen wir nicht die beschränkten Veränderungen, die innerhalb einer bestimmten, klar umrissenen Art aufgetreten sind und nicht zur Entstehung einer neuen grundverschiedenen Lebensform geführt haben.

 


Autor: Duane T. Gish
Quelle: Fossilien: Stumme Zeugen der Vergangenheit

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