Es gibt Theologen, die behaupten, der Urknall habe im biblischen Schöpfungsbericht Platz. Professor Gitt, Sie reden als Wissenschaftler: Ist diese Harmonie suchende Kombination haltbar?
Urknall und Schöpfungsakt stehen sich diametral entgegen; sie sind so gegensätzlich, dass man sich zwischen ihnen entscheiden muss. Entweder man hält sich an die Evolution, oder man glaubt dem Schöpfungsbericht der Bibel. Beides ist aber überhaupt nicht kompatibel miteinander.
Nach der Bibel wurden die Erde, das Leben und das gesamte Universum innerhalb von sechs Tagen geschaffen. In den Geboten Gottes, in 2. Mose 20,9-10, wird dieser Tatbestand bei der Einsetzung des Sabbats wiederholt: "Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken; aber am siebenten Tag ... da sollst du kein Werk tun." Diese Ordnung, die Gott den Menschen gegeben hat, ist abgeleitet von der Ordnung, die Gott selbst eingehalten hat: "Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage." Das ist die Offenbarung Gottes. Dem können wir nichts Gewichtigeres entgegenhalten. Dieser Text erlaubt es beim besten Willen nicht, irgendein Urknallsystem einzubauen. Die Verbindung von Gott und Urknall ist also weder wissenschaftlich noch biblisch möglich. Die Harmonisierung zwischen Evolutionslehre und biblischem Bericht führt zu keinem befriedigenden Ergebnis. Es ist ein Irrweg.
Mit einer Pfingstkonferenz will die Vineyard-Bewegung über Pfingsten den geistlichen Aufbruch in Europa fördern. Wer ist die Vineyard, und was bewegt...