Professor Gitt, obwohl die Urknall-Theorie populär ist, meinen Sie, dieser Weltentstehungs-Erklärung mangle es an Argumenten.
Das ist so. Eine häufig erwähnte Stütze dieser Theorie ist die sog. "Dunkel-Materie". Was als Stütze gedacht war, erweist sich eher als ein Gegenargument. Anhänger der Urknall-Hypothese erkennen selbst, dass die Entstehung der Galaxien nicht aus der vorhandenen Masse des Universums erklärt werden kann. Um nicht in Konflikt mit bekannten Naturgesetzen zu geraten, müsste eine imaginäre Dun-kel-Materie weitaus größer sein, nämlich um das Zehnfache. Diese notwendige Masse ist aber nie beobachtet worden. Sie ist eine reine Annahme, weil sonst das Modell zusammenbricht. Auch wenn sie nie gesehen oder gemessen worden ist, gab man ihr dennoch einen Namen: die dunkle Materie. Bedauerlicherweise wird sie einfach postuliert. Keinerlei Messwerte machen diese Annahme plausibel. Die Urknall-Theorie steht somit auf wissenschaftlich sehr wackeligen Beinen.
Albrecht Kellner ist nicht zuletzt deshalb Physiker geworden, weil ihn die Frage nach dem Ursprung aller Dinge schon seit seiner Kindheit beschäftigt...