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Bye-bye, Charles, und ohne Zweifel!
Kaum ein Spieler hat in den letzten Jahren die Schweizer Fussballszene
so bereichert wie er. Seine Freude und Ausstrahlung widerspiegelt
etwas von der Kraft und Gabe, mit denen er dem FC St. Gallen massgeblich
zum Gewinn des Meistertitels verhalf. Doch dieser Durchbruch
hatte eine Vorgeschichte:
Als Charles Amoah 1994 seine Geburtsstadt Accra verliess, war
er gerade 20 Jahre alt und hatte soeben als bester Torschütze
des Erstdivisionsklubs Olewan abgeschlossen. Obwohl für Amoah
mit dem Wechsel zu einem europäischen Klub ein erster Traum in
Erfüllung ging, musste er schnell einmal die Erfahrung machen,
dass ausländischen Spielern in der Schweiz ein eisiger Wind entgegenbläst.
Jedenfalls fand er sich beim NLB-Verein Winterthur rasch auf der
Ersatzbank, bis er beim Erstligisten Frauenfeld seinen Platz bekam.
Sein jetziger Trainer Marcel Koller lotste ihn zu Wil (NLB) und
von dort nach St. Gallen. Seit zwei Jahren ist Charles mit Mary
verheiratet, und gemeinsam haben sie einen Sohn.
"Gott ist sehr gut zu mir. Mich kannte
niemand. Gott brachte mich nach oben. Versuchst Du allein nach
oben zu kommen, dann kannst Du versagen. Er hilft mir in allen
Bereichen, auch in der Familie."
Auch in den Medien spricht Amoah auf natürliche Weise über
Gott.. Dabei kommt immer zum Ausdruck, dass der Glaube etwas sehr
Praktisches zu sein scheint. So kommentiert er eines seiner vielen
Tore in der TV-Sendung Sportpanorama: "Ich stand an der Grenze
des Strafraumes und dann hörte ich wie Jesus sagte: JETZT! Und
so hielt ich richtigen Moment meinen Kopf hin."
Ohne Zweifel, der Glaube an Jesus Christus ist für Charles
sehr wichtig. Schafft dies nicht Probleme? Nein! Ich
kann sagen, was ich will. Wenn meine Familie und meine Freunde
nicht hinter mir stehen, kann ich nichts machen. Das Gleiche gilt
bei Gott. Ohne ihn kann ich nichts tun. Also kann ich auch von
ihm sprechen. Ich liebe Fussball. Er bedeutet mir alles. Das Gleiche
bedeutet mir aber auch Gott und die Familie."
Täglich liest Amoah einige Seiten in der Bibel. Das ist ihm
sehr wichtig. "Sie ist mein Lieblingsbuch. Wenn du
an Jesus glaubst, ist das Beste, was du tun kannst: Lies die Bibel.
Daraus wächst der Glaube, denn ohne diesen Glauben wären wir nichts."
Ohne
Zweifel, das Leben als Schweizer Meister und Tor-schützenkönig
bringt mehr Druck und Erwartung mit sich. Doch auch in dieser
Sache ist Amoah gelassen: "Natürlich ist jedes
Spiel sehr wichtig. Jeder Fan kommt, um uns siegen zu sehen. Die
Gegner wollen unbedingt gegen den Meister gewinnen. Das bringt
uns gegenüber viel Aggression. Das ist unsere Herausforderung."
Doch Fussball ist kein Druck. Wenn Du Glück hast und an Gott glaubst,
dann ist für dich nichts unmöglich, darum habe ich keinen Druck,
weil ich ja an Gott glaube."
Als Stürmer ist Amoah darauf angewiesen, dass er gute Pässe
bekommt. Spielt Gott ihm die Bälle zu? "Nein,
er gibt mir keine Pässe. Er gibt mir Kraft. Er gibt mir alles.
Wenn ich Fussballspielen gehe, bete ich ständig zu Gott, dass
er mir hilft. Gott zu preisen ist ebenfalls wichtig."
Nach der Karriere hat Amoah bereits Pläne, und wie könnte es
anders sein, als dass Jesus Christus auch in dieser Sache das
Wichtigste ist.
"Wenn ich eines Tages meine Fussballschuhe an den Nägel hänge,
kann es sein, dass ich Prediger werde. Vielleicht. Wo es ist,
wäre nicht entscheidend, Ghana, die Schweiz oder wo auch immer.
Ein bisschen wie Billy Graham."
Ohne Zweifel, Amoahs fröhliche und unbeschwerte Art repräsentiert
ein Christsein, welches manches Klischee hier in der Schweiz über
den Haufen warf.
"Gott brachte mich nach oben!" Dies gilt auch für den nächsten
Schritt zum Champions-League-Teilnehmer "Sturm Graz", und vielleicht
ist auch dieses Team nur Zwischenstation auf dem Weg nach oben.
Quelle: Athletes
in Action
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