31.07.2010
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Bye-bye, Charles, und ohne Zweifel!


Kaum ein Spieler hat in den letzten Jahren die Schweizer Fussballszene so bereichert wie er. Seine Freude und Ausstrahlung widerspiegelt etwas von der Kraft und Gabe, mit denen er dem FC St. Gallen massgeblich zum Gewinn des Meistertitels verhalf. Doch dieser Durchbruch
hatte eine Vorgeschichte:

 

Als Charles Amoah 1994 seine Geburtsstadt Accra verliess, war er gerade 20 Jahre alt und hatte soeben als bester Torschütze des Erstdivisionsklubs Olewan abgeschlossen. Obwohl für Amoah mit dem Wechsel zu einem europäischen Klub ein erster Traum in Erfüllung ging, musste er schnell einmal die Erfahrung machen, dass ausländischen Spielern in der Schweiz ein eisiger Wind entgegenbläst. Jedenfalls fand er sich beim NLB-Verein Winterthur rasch auf der Ersatzbank, bis er beim Erstligisten Frauenfeld seinen Platz bekam. Sein jetziger Trainer Marcel Koller lotste ihn zu Wil (NLB) und von dort nach St. Gallen. Seit zwei Jahren ist Charles mit Mary verheiratet, und gemeinsam haben sie einen Sohn.

"Gott ist sehr gut zu mir. Mich kannte niemand. Gott brachte mich nach oben. Versuchst Du allein nach oben zu kommen, dann kannst Du versagen. Er hilft mir in allen Bereichen, auch in der Familie."

Auch in den Medien spricht Amoah auf natürliche Weise über Gott.. Dabei kommt immer zum Ausdruck, dass der Glaube etwas sehr Praktisches zu sein scheint. So kommentiert er eines seiner vielen Tore in der TV-Sendung Sportpanorama: "Ich stand an der Grenze des Strafraumes und dann hörte ich wie Jesus sagte: JETZT! Und so hielt ich richtigen Moment meinen Kopf hin."

Ohne Zweifel, der Glaube an Jesus Christus ist für Charles sehr wichtig. Schafft dies nicht Probleme? Nein! Ich kann sagen, was ich will. Wenn meine Familie und meine Freunde nicht hinter mir stehen, kann ich nichts machen. Das Gleiche gilt bei Gott. Ohne ihn kann ich nichts tun. Also kann ich auch von ihm sprechen. Ich liebe Fussball. Er bedeutet mir alles. Das Gleiche bedeutet mir aber auch Gott und die Familie."

Täglich liest Amoah einige Seiten in der Bibel. Das ist ihm sehr wichtig. "Sie ist mein Lieblingsbuch. Wenn du an Jesus glaubst, ist das Beste, was du tun kannst: Lies die Bibel. Daraus wächst der Glaube, denn ohne diesen Glauben wären wir nichts."

Ohne Zweifel, das Leben als Schweizer Meister und Tor-schützenkönig bringt mehr Druck und Erwartung mit sich. Doch auch in dieser Sache ist Amoah gelassen: "Natürlich ist jedes Spiel sehr wichtig. Jeder Fan kommt, um uns siegen zu sehen. Die Gegner wollen unbedingt gegen den Meister gewinnen. Das bringt uns gegenüber viel Aggression. Das ist unsere Herausforderung."
Doch Fussball ist kein Druck. Wenn Du Glück hast und an Gott glaubst, dann ist für dich nichts unmöglich, darum habe ich keinen Druck, weil ich ja an Gott glaube."

Als Stürmer ist Amoah darauf angewiesen, dass er gute Pässe bekommt. Spielt Gott ihm die Bälle zu? "Nein, er gibt mir keine Pässe. Er gibt mir Kraft. Er gibt mir alles. Wenn ich Fussballspielen gehe, bete ich ständig zu Gott, dass er mir hilft. Gott zu preisen ist ebenfalls wichtig."

Nach der Karriere hat Amoah bereits Pläne, und wie könnte es anders sein, als dass Jesus Christus auch in dieser Sache das Wichtigste ist.
"Wenn ich eines Tages meine Fussballschuhe an den Nägel hänge, kann es sein, dass ich Prediger werde. Vielleicht. Wo es ist, wäre nicht entscheidend, Ghana, die Schweiz oder wo auch immer. Ein bisschen wie Billy Graham."

Ohne Zweifel, Amoahs fröhliche und unbeschwerte Art repräsentiert ein Christsein, welches manches Klischee hier in der Schweiz über den Haufen warf.
"Gott brachte mich nach oben!" Dies gilt auch für den nächsten Schritt zum Champions-League-Teilnehmer "Sturm Graz", und vielleicht ist auch dieses Team nur Zwischenstation auf dem Weg nach oben.

Quelle: Athletes in Action

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